Der Mittelwellensender Heusweiler ist der stärkste Mittelwellensender der ARD mit einer maximalen Sendeleistung von 1200 kW.
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Der Sender Heusweiler ging am 23. Dezember 1935 in Betrieb. Er verwendete in der Anfangszeit eine T-Antenne, die an je einem 35 und einem 31 Meter hohen, abgespannten Holzturm aufgehängt war. Der Sender Heusweiler wurde am 17. März 1945 durch Kriegseinwirkung zerstört.
Am 19. Juni 1946 begann in Heusweiler wieder der Sendebetrieb. Es wurde zuerst eine T-Antenne verwendet, welche noch im gleichen Jahr durch einen 50 Meter hohen abgespannten, gegen Erde isolierten Stahlfachwerkmast ersetzt wurde. Dieser Mast existiert noch heute und wird als Reserveantenne verwendet. 1948 wurde ein 120 Meter hoher gegen Erde isolierter Stahlfachwerkmast als Sendeantenne errichtet. In der Folgezeit wurde die Sendeleistung kontinuierlich gesteigert.
1965 wurde noch ein zweiter Sendemast von 120 Metern Höhe in Heusweiler errichtet und 1973 die Leistung auf 1200 Kilowatt erhöht[1]. Allerdings wurde in den Nachtstunden die Leistung auf 600 Kilowatt reduziert. Der Sender Heusweiler ist damit der leistungsfähigste Mittelwellensender in Deutschland und der stärkste Sender der ARD. Von 1973 bis 1994 diente der Sender zur Verbreitung des Programms der Europawelle Saar des Saarländischen Rundfunks auf der Frequenz 1421 bzw. 1422 kHz, die tagsüber mit einer Leistung von 1200 und nachts mit 600 Kilowatt ausgestrahlt wurde.
Seit 1994 wird über diesen Sender das Programm des Deutschlandfunks verbreitet[2]. Die Sendeleistung beträgt seitdem ganztags 600 Kilowatt.
Um eine störende Beeinflussung der Kfz-Elektronik durch den Sender zu verhindern, wurde über der in unmittelbarer Sendernähe verlaufenden A 8 ein Drahtnetz gespannt.
Der Saarländische Rundfunk hat mittlerweile in Heusweiler einen zweiten Mittelwellensender für sein Informationsprogramm Antenne Saar in den Tagstunden in Betrieb genommen[3]. Dieses Programm wird auf der Frequenz 1179 kHz mit einer Leistung von 10 kW ausgestrahlt.