| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Oberspreewald-Lausitz | |
| Koordinaten: | 51° 31′ N, 14° 1′ O | |
| Höhe: | 102 m ü. NN | |
| Fläche: | 126,94 km² | |
| Einwohner: | 28.071 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 221 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 01968 (alt: DDR-7480) | |
| Vorwahl: | 03573 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OSL (bis 1994 SFB) | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 66 304 | |
| Stadtgliederung: | 9 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Markt 1 01968 Senftenberg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Andreas Fredrich (SPD) | |
Senftenberg (niedersorbisch: Zły Komorow), eine Stadt im Südosten Brandenburgs in der Niederlausitz. Sie ist Kreisstadt des Landkreises Oberspreewald-Lausitz. Die Festungsanlage mit dem Schloss ist der wichtigste Ausgangspunkt der Stadtentwicklung. Aus einer Urkunde des Jahres 1279 stammt die erste nachweisliche Erwähnung Senftenbergs. Anfangs zählte die Siedlung etwa 300 bis 400 Einwohner. Die Siedler lebten von Acker-, Obst- und Weinanbau sowie handwerklicher Produktion. Um 1860 fand man dann das "Schwarze Gold" - die Braunkohle. Eine rasante Industrialisierung und ein wirtschaftlicher Aufschwung waren besonders kennzeichnend für diese Zeit. Senftenberg entwickelte sich kontinuierlich zur Energiezentrale der DDR. Seit der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 gilt es "Neue Ufer" zu erschließen. Mit den gesellschaftlichen Veränderungen verlor die Braunkohle ihre bisherige Bedeutung. Die Stadt musste sich in den vergangenen Jahren einem gewaltigen Strukturwandel stellen.
Inhaltsverzeichnis |
Senftenberg befindet sich in der Niederlausitz, an der Schwarzen Elster und am Senftenberger See. Die Stadt liegt etwa 40 km südwestlich von Cottbus und etwa 60 km nördlich von Dresden.
Zur Stadt Senftenberg gehören die eingemeindeten Ortsteile Brieske, Hosena, Sedlitz, Peickwitz, Niemtsch, Großkoschen und Kleinkoschen.
Im Zuge der deutschen Ostkolonisation gegründet, entstand die Siedlung Senftenberg im Schutze einer Burg (heute das Schloss der Festungsanlage), die von deutschen Rittern errichtet wurde. Der Name der Stadt wurde dabei möglicherweise von "sanft am Berg" abgeleitet oder von "sumpftenburg", da die Burg, in deren Schutze sich die Stadt entwickelte, in einer sumpfigen Gegend lag. Die älteste nachweisliche Erwähnung Senftenbergs, in einer Urkunde für das Kloster Dobrilugk (heute Doberlug-Kirchhain), stammt aus dem Jahre 1279. 1290 werden Johann und Konrad von Senftenberg als erste Besitzer des Ortes genannt.
Im Mittelalter zählte die Siedlung etwa 300 bis 400 Einwohner und besaß den typischen Grundriss Niederlausitzer Kolonistenstädte. Nach kurzer brandenburgischer Herrschaft Anfang des 14. Jahrhunderts galt Senftenberg ab 1368 als böhmischer Besitz. Im Jahr 1413 übernahm der Landvogt und Pfandinhaber der Niederlausitz, Hans von Polenz, den Ort mit der gesamten Markgrafschaft. 1448 wurde die Stadt und Herrschaft Senftenberg von den Wettinern durch Herzog Friedrich gekauft und der Ort gehörte hiernach fast 400 Jahre zu Sachsen. Die sächsischen Kurfürsten ließen die alte Burg nach italienischem Vorbild zu einer für die damalige Zeit modernen Verteidigungsanlage ausbauen.
Im Ergebnis des Wiener Kongresses verloren die Wettiner 1815 das kursächsische Amt Senftenberg an Preußen.
Ende des 19. Jahrhunderts und während des gesamten 20. Jahrhunderts erlebte die Stadt ein enormes Wachstum durch den Braunkohlenbergbau zunächst unter, dann über Tage. Im Zuge dieser Industrialisierung wurde die zuvor vorherrschende wendische Sprache nahezu vollständig verdrängt. Einige Teile der Stadt wurden im Zuge des Braunkohlentagebaues abgebaggert, so z.B. Rauno oder Reppist.
Die Kreis- und Hochschulstadt Senftenberg an den Ufern des 1300 ha großen gleichnamigen Sees versucht gegenwärtig, sich zum touristischen Zentrum der Niederlausitz zu entwickeln.
Im Jahre 2004 feierte die Stadt ihr 725-jähriges Bestehen.
Um 1860 fand man erstmals Braunkohle. Diese Entdeckung hatte eine rasante Industrialisierung und einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge. Doch seit der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 verlor die Braunkohle ihre bisherige Bedeutung. Die Stadt musste sich in den vergangenen Jahren einem gewaltigen Strukturwandel stellen. Dieser konnte nicht geordnet vonstattengehen. Viele Bewohner verließen und verlassen noch ihre Heimat. Besonders hoch ist der Anteil der Jugendlichen, die nach Abschluss ihrer Schulausbildung die Region verlassen.
Durch die Gemeindereform stieg die Einwohnerzahl im Jahre 2001 gegen den Trend an.
| Stand | Einwohnerzahl |
|---|---|
| 1300 | 400 |
| 1880 | 2.608 |
| 1900 | 6.151 |
| 1910 | 8.051 |
| 1920 | 14.590 |
| 1950 | 18.260 |
| 1970 | 24.301 |
| 1980 | 32.095 |
| 1990 | 29.451 |
| 2000 | 24.740 |
| 2001 | 30.539 |
| 2002 | 29.957 |
| 2003 | 29.474 |
| 2004 | 29.136 |
| 2005 | 28.774 |
Der Rat der Stadt Senftenberg besteht aus 32 Ratsfrauen und Ratsherren.
(Stand: Kommunalwahl am 26. Oktober 2004)
Klaus - Jürgen Graßhoff, langjähriger Bürgermeister der Stadt, scheidet 2007 mit Erreichen des Rentenalters aus dem Amt aus. So wurde am 15. Oktober 2006 die Wahl eines neuen Bürgermeisters durchgeführt.
Da keiner der Bewerber die erforderliche Stimmenzahl erreichte, kam es am 12. November 2006 zur Stichwahl. Andreas Fredrich, SPD und Elke Löwe, Die Linke PDS, wurden als Bewerber zugelassen.
Neuer Bürgermeister ab Februar 2007 in Senftenberg: Andreas Fredrich, bisher erster Beigeordneter.
1996 gründeten Senftenberg und Püttlingen mit ihren Partnerstädten Nowa Sól (Polen), Saint-Michel-sur-Orge (Frankreich), Veszprém (Ungarn) und Žamberk (Tschechien) ein bis heute einmaliges europäisches Städtebündnis, welches 2003 durch den Beitritt Fresagrandinaria (Italien) erweitert wurde.
Senftenberg liegt an den Bundesstraßen 96 und 169. Die nächstgelegene Anschlussstelle Klettwitz zur A 13 befindet sich etwa 8 km westlich.
Die Stadt ist Eisenbahnknotenpunkt im Personenverkehr als Regionalbahnhof mit Verbindungen nach Nauen (RB) über Großräschen, Calau, Königs Wusterhausen, Berlin, Falkensee; nach Dresden (RE) über Ruhland, Großenhain; nach Falkenberg (RE) über Lauchhammer, Elsterwerda, Bad Liebenwerda; nach Cottbus (RE) über Drebkau; nach Hoyerswerda (RB) sowie im Güterverkehr mit einem Rangierbahnhof. Weiterhin existieren in den Ortsteilen Hosena und Sedlitz an den Regionalverkehr angebundene Kleinstbahnhöfe.
In Senftenberg sind geboren:
In Senftenberg zeitweise wohnend oder arbeitend:
Altdöbern | Bronkow | Calau | Frauendorf | Großkmehlen | Großräschen | Grünewald | Guteborn | Hermsdorf | Hohenbocka | Kroppen | Lauchhammer | Lindenau | Lübbenau/Spreewald | Luckaitztal | Neu-Seeland | Neupetershain | Ortrand | Ruhland | Schipkau | Schwarzbach | Schwarzheide | Senftenberg | Tettau | Vetschau/Spreewald