| Senfweißling | ||||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||||
| Leptidea sinapis | ||||||||||||||
| (Linnaeus, 1758) | ||||||||||||||
| Leptidea reali | ||||||||||||||
| Reissinger, 1990 |
Der Senfweißling ist ein Artkomplex aus den beiden Schmetterlingsarten Leptidea sinapis und Leptidea reali. Es handelt sich dabei um Tagfalter aus der aus der Familie der Weißlinge (Pieridae). Der Artkomplex wird gelegentlich auch als Tintenfleck-Weißling oder Leguminosen-Weißling bezeichnet.
Inhaltsverzeichnis |
Der folgende Text beruht auf Literatur aus der Zeit, als man die beiden Arten Leptidea reali und Leptidea sinapis noch nicht unterschieden hat. Keine der folgenden Informationen kann deshalb mit Sicherheit auf die eine oder die andere Art bezogen werden, sondern nur auf den Artkomplex L. sinapis und L. reali. Zudem hat man im deutschen Sprachraum noch keinen Namen für Leptidea reali geprägt, so dass unter "Senfweißling" noch immer beide Arten zu verstehen sind.
Der Senfweißling ist ein kleiner bis mittelgroßer Falter. Er ist seltener als die Kohlweißlinge und kann aus der Entfernung mit diesen verwechselt werden. Die beiden Arten Leptidea sinapis und Leptidea reali lassen sich meist nur durch anatomische Merkmale (Genitalorgane) sicher unterscheiden. Die Flügeloberseiten der Falter sind weiß, bei den Männchen besitzen die Vorderflügelspitzen einen grauschwarzen Fleck, der bei den Weibchen deutlich schwächer ausgeprägt ist. Die Hinterflügelunterseiten sind gelblich-weiß mit gelb bestäubten Partien. Die Spitzen der weißen Vorderflügel sind ebenfalls gelb bestäubt. Die Fühlerkolben sind schwarz.
Der Artkomplex bildet zwei Generationen vom Frühling bis in den Sommer. Die erste Generation fliegt zur Blüte des Wiesen-Schaumkrautes (Cardamine pratensis). Die etwas kleineren Falter der zweiten Generation können ab Mitte Juli beobachtet werden.
Der Senfweißling ist ein Bewohner sonniger Saumstandorte am Rand von Wiesen, Mager- und Trockenrasen, Wegen und Gebüschen. Man findet ihn auch an Waldrändern, in lichten Wäldern und in naturnahen Gärten. Er meidet kühle und feuchte Gebiete mit einem Jahresmittel unter 6 °C und einer mittleren Niederschlagssumme über 1.400 Millimetern3.
Vor der Eiablage werden die Pflanzen sehr genau inspiziert, so dass nur Fabaceen angenommen werden (jedoch nicht alle). Zu den wichtigsten Eiablagepflanzen gehören
Die Eier sind gelblichweiß gefärbt, langsrippig und spindelförmig. Die ausgewachsenen Raupen sind grün gefärbt und tragen einen gelben Seitenstreifen. Der Name Senfweißling ist bezüglich der Falternahrung irreführend, da er im Gegensatz zu anderen Weißlingen nicht an Kreuzblütlern saugt, sondern vom Nektar einiger Schmetterlingsblütler (Leguminosen) lebt. Von Weidemann2 wurde daher vorgeschlagen den Namen Leguminosen-Weißling zu verwenden. Die Überwinterung erfolgt als Gürtelpuppe an einem Stängel. Die Puppen sind ockergelb und tragen einen rotgelben Seitenstreifen.
Der Artkomplex kommt in den meisten Ländern Europas vor (südlich 66° N). Er ist nicht vertreten in Schottland, Nord-England, den Niederlanden, Nord-Deutschland und Dänemark (außer Bornholm). In der vertikalen Verbreitung erreicht er 2.300 Meter, meist wird er jedoch unter 1.900 Metern angetroffen.
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