Senj

Dieser Artikel behandelt eine Stadt in der Kvarner Region in Kroatien. Eine ähnlich klingende Stadt befindet sich im dalmatinischen Hinterland, siehe Sinj
Senj
Wappen fehlt
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Senj auf der Karte von Kroatien
Senj
Senj
Basisdaten
Staat: Kroatien
Gespanschaft: Lika-Senj
Koordinaten: 44° 59' N, 14° 54' O
Höhe: m ü. A.
Einwohner: 8.132 (2001)
Telefonvorwahl: (+385) 053
Postleitzahl: 53 270
Kfz-Kennzeichen: GS
Bootskennzeichen: SE
Struktur und Verwaltung (Stand: 2007)
Gemeindeart: Stadt
Bürgermeister: Darko Nekić (HDZ)
Webpräsenz:
Blick über den Hafen von Senj
Blick über den Hafen von Senj
Hafen von Senj mit Blick zur Festung Nehaj im Hintergrund
Hafen von Senj mit Blick zur Festung Nehaj im Hintergrund
Festung Nehaj nahe Senj
Festung Nehaj nahe Senj

Senj [ˈsɛɲ] (dt. Zengg, lat. Senia) ist eine Kleinstadt im Kroatischen Küstenland zwischen Rijeka und Zadar. Sie hat 9.132 Einwohner (2005) und gehört zur Gespanschaft Lika-Senj. Senj gehört zur katholischen Diözese Gospić-Senj.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Senj besteht seit über 3000 Jahren, es ist damit eine der ältesten Siedlungen an der kroatischen Adriaküste. Zur Römerzeit war Senia ein bedeutendes Zentrum und Municipium der Provinz Liburnien, wovon zahlreiche archäologische Funde zeugen.

Von der Ansiedlung der Kroaten bis zum 12. Jahrhundert war Senj ein Teil der Pfarre von Gacka und gelangte 1271 in den Besitz der Fürsten von Krk und Vinodol aus dem Geschlecht der Frankopanen. Im Jahr 1469 wurde Senj eine freie Königsstadt und Sitz des gegründeten Kapitanats der kroatischen Militärgrenze. Von 1527 bis 1689 war hier der Sitz der Senjer Uskoken. Nach der Befreiung der Region Lika von den Türken kam es erneut zu einem Aufschwung des Handels und der Seefahrt in Senj.

Die Häfen von Rijeka, Senj, Bakar und Kraljevica kämpften lange um die Bedeutung als Haupthafen gegeneinander an. Als 1873 Rijeka an das Eisenbahnnetz angeschlossen wurde, verlor Senj seine Bedeutung und den Wettbewerb - Senj wurde von der Eisenbahn umgangen. Dies führte dazu, dass der Warenverkehr zum Erliegen kam und die Menschen aus Senj auswanderten. Senj baute erfolgreich eine Holzindustrie auf.

Bei der Bombardierung der Stadt im Zweiten Weltkrieg (im Jahr 1943) wurden viele wertvolle Denkmäler zerstört.

Im Gebiet von Senj und Umgebung war seit dem 10. Jahrhundert die glagolitische Schrift im Gebrauch, und die Messe wurde ausschließlich in kroatischer Sprache gehalten. Die älteste der zahlreichen glagolitischen Inschriften ist die sog. Tafel von Senj aus dem 11./12. Jahrhundert (Stadtmuseum). In Senj wurde 1493/94 die erste kroatische glagolitische Druckerei gegründet.

Senj in der Literatur

Die Stadt dürfte vielen als Schauplatz von Kurt Helds Jugend-Roman Die Rote Zora und ihre Bande aus dem Jahr 1941 bekannt sein. Die Geschichte des kleinen Mädchens, das sich mit einer Kinderbande in der Uskoken-Burg von Senj versteckt und die Bürger der Stadt ärgert, enthält viele genaue Ortsbeschreibungen.

Literatur

Weblinks

Quelle:
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