Als 'Sensomotorik(auch Sensumotorik)' bezeichnet man die Verbindung von sensorischen und motorischen Leistungen. Damit ist die unmittelbare Steuerung und Kontrolle der Bewegungen von Lebewesen aufgrund von Sinnesrückmeldungen gemeint. Wahrnehmung des Reizes durch ein Sinnesorgan und motorisches Verhalten stehen in einem direktem Zusammenhang, diese Prozesse verlaufen parallel, wie zum Beispiel zwischen Auge, Ohr und der gezielten Steuerung von Arm-, Fußbewegungen beim Autofahren. Sensomotorik ist das Zusammenspiel der Sinnessysteme mit den motorischen Systemen. Die Zusammenhänge von Hirn- und Nervenaktivität sowie Bewegungsabläufen werden in Disziplinen wie der Neurowissenschaft, aber auch in der Sportwissenschaft untersucht. Der Wiederaufbau von gestörten sensomotorischen Funktionen ist Gegenstand beispielsweise der Ergotherapie und der Physiotherapie. Das Konzept der Sensomotorik dient der Bewegungsschulung gleichermaßen wie der Bewegungsverbesserung. Es ist ein natürlicher Vorgang der therapeutisch genützt werden kann um Bewegungen und Bewegungsmuster qualitativ besser durchzuführen.
Quellen: semota - sensomotorische übungen aktivieren körper und geist, 2004, verlag: bod, autor: kurt martini