Die Sentinel R1 ist ein Aufklärungsflugzeug der britischen Luftwaffe. Es wird voraussichtlich ab Januar 2006 an das 5. Squadron in Waddington übergeben und später im Laufe des Jahres in Dienst gestellt. Insgesamt sind fünf Systeme bestellt. Seine Aufgabe ist es, kleine bewegliche Landziele (z. B. Panzer) aufzuspüren und zu verfolgen. Die Sentinel R1 benutzt eine Bombardier Global Express als Basismodell.
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Der Auftrag für das ASTOR (Airborne Stand-Off Radar) wurde seitens der britischen Regierung im Dezember 1999 an Raytheon Systems Ltd erteilt. Auf der Grundlage von Raytheons ASARS-2 Radarsystem wurde ein luftgestütztes Gefechtsfeldradar entwickelt, das sowohl von der britischen Marine als auch der Armee genutzt werden kann. Die erste zur Umrüstung vorgesehene Maschine wurde im Februar 2002 an Raytheon geliefert. Der Erstflug der ersten Sentinel R1 erfolgte im Mai 2004. Neben Raytheon sind auch andere Zulieferer an dem Gesamtsystem beteiligt. Bombardier liefert das Grundflugzeug, L-3 Communications die Bodenstationen, Lucas die elektrische Ausrüstung, Messier-Dowty das Fahrwerk, Agusta Westland die Türen und schließlich Rolls-Royce die Triebwerke.
Das Radar ist eine Weiterentwicklung des ASARS-2-Seitensichtradars, das auch in der U-2 Verwendung fand. Es liefert wetterunabhängig hochaufgelöste Daten aus bis zu 160 km Entfernung und nutzt dazu eine Synthetic Aperture Radar-Antenne von BAE SYSTEMS. Das System kann automatisch bewegliche Ziele identifizieren und verfolgen.
Die einzelnen Abtaststreifen können zu einer Gesamtsituation aneinandergereiht werden und liefern so ein fotoähnliches Abbild der Kampfzone.
Die gewonnen Daten werden der Einsatzmannschaft im Flugzeug angezeigt und können über verschiedene sichere Verbindungen zu Bodenstationen übertragen werden. Es ermöglicht eine Echtzeitauswertung der Daten auch durch Bodentruppen.
Die Verteidigungseinrichtungen der Sentinel R1 beruhen im Wesentlichen auf Weiterentwicklungen der Geräte die auch bei der British Aerospace Nimrod Verwendung finden, so das Raketenwarnsystem, ein geschleppter Radartäuschkörper, Radarwarnempfänger, Chaff- und IR-Störkörperwerfer. Die Einrichtungen sind in der DAG (Defensive Aids Group) zusammengefasst, die von BAE und Nashua stammt.
Das Flugzeug ist eine umgerüstete Bombardier Global Express, die von zwei Piloten gesteuert wird. Äußerlich sichtbar sind verschiedene Radome und zusätzliche Stabilisierungsflächen unter dem Heck. Die Inneneinrichtung besteht aus Bedienkonsolen und ist für eine Missionsdauer von 14 Stunden ausgelegt. Die Maschine fliegt dabei typischerweise in einer Höhe von 15 km und kann bis zu 12000 km zurücklegen. Sie wird von dem Zweiwellentriebwerk Rolls-Royce BR710 mit 76 kN Schub angetrieben.
Die Bodenstationen, die für das Sentinel R1 System entwickelt wurden, erlauben eine Datensichtung in Echtzeit und können auch Daten von U-2 und Boeing E-8 Joint STARS-Flugzeugen empfangen und auswerten. Sie befinden sich auf allradgetriebenen Steyr Pinzgauer-LKW.
Zivile Baureihen: BD-100 | BD-700 | Challenger 300 | Challenger 600 | Challenger 800 | CL-215 | CL-415 | BRJX | CRJ-Serie | CSeries | QSeries | Global Express | Learjet 31A | Learjet 35 | Learjet 40 | Learjet 45 | Learjet 60
Militärische Baureihen: CL-41 | CL-44 | CL-84 | Sentinel R1