Septembermassaker

Die Septembermassaker im Jahre 1792 gelten als einer der dunklen Punkte der Französischen Revolution. Als im September 1792 die Royalisten vor Paris standen, wurde das Gerücht in Umlauf gesetzt, die feindlichen Truppen wollten für den Fall einer Invasion blutige Rache an den Revolutionären üben. Der amtierende Justizminister Georges Danton, der Publizist Jean-Paul Marat und der Dichter Fabre d'Églantine hatten mit ihren Aufrufen und Stellungnahmen die Stimmung zusätzlich angeheizt. Es kam daraufhin zu einer Massenhysterie; eine Menschenmenge stürmte die Gefängnisse. Zunächst wurden in blinder Wut die inhaftierten Revolutionsgegner, dann auch die übrigen Gefangene massakriert. Die Zahl der Opfer beträgt über 1.200, darunter zahlreiche katholische Priester, die den Eid auf die republikanische Verfassung verweigert hatten. Gut zwei Drittel der Opfer waren keine politischen Gefangenen, sondern wegen anderer Taten inhaftiert. Der Überlieferung nach sollen Frauen ermordeten Aristokraten das Herz herausgerissen haben.

Literatur

Max Madörin: Die Septembermassaker von 1792 im Urteil der Französischen Revolutionshistoriographie 1792-1840

Quelle:
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