Sieblinie

Sieblinie für Betonzuschlag mit Größtkorn 32 mm
Sieblinie für Betonzuschlag mit Größtkorn 32 mm

Mit einer Sieblinie kann man die Körnung eines Bodens (Ton, Sand, Kies, Geschiebe) grafisch darstellen. Sie wird ermittelt durch Siebe unterschiedlicher Maschenweite, die den Korngrößen der DIN 4022 und DIN 18196 entsprechen. Einsatzbereiche sind:


Die Siebliniengrafik zeigt in der horizontalen logarithmisch die Körnungsgröße eines Bodens an. In der senkrechten wird der jeweilige Prozentanteil des Siebdurchganges dargestellt. In den angelsächsischen Ländern ist dies umgekehrt. Weite Sieblinenkurven zeigen ein sehr weitgestuftes, verschiedenkörniges Material an. Enge Sieblinenkurven zeigen ein sehr einkörniges Boden-Material (d. h. gleiche Größe) an.

Bei den deutschen Sieblinien-Standard-Formularen wird links unten in der Regel der Anteil der Feinkörnung eingetragen, rechts oben ist der Anteil der Grobelemente einzutragen.

Anhand der Sieblinie kann die Unförmigkeitszahl und die Krümmungszahl berechnet werden, welche zur Klassifizierung beim Straßenbau notwendig sind. Außerdem dienen die Kennzahlen der Bestimmung der Wasserdurchlässigkeit (z.B. nach Hazen oder Beyer) und zur Anwendung der Filterregel nach Terzaghi.

Siehe auch

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Zus.gest. u. hrsg. v. Norbert Orthen. Grafisch gest. v. Wolfgang P. Klinkhammer
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