| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Traunstein | |
| Koordinaten: | 47° 49′ N, 12° 39′ O | |
| Höhe: | 615 m ü. NN | |
| Fläche: | 55,20 km² | |
| Einwohner: | 8064 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 146 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 83313 | |
| Vorwahl: | 08662 | |
| Kfz-Kennzeichen: | TS | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 89 145 | |
| Gemeindegliederung: | 6 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Rathausplatz 1 83313 Siegsdorf |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Franz Maier (CSU) | |
| Lage der Gemeinde Siegsdorf im Landkreis Traunstein | ||
Siegsdorf ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Traunstein und liegt direkt an der A 8 von München nach Salzburg.
Inhaltsverzeichnis |
Siegsdorf (im Dialekt: "Siagsdorf") ist Sitz einer politischen Gemeinde und einer römisch-katholischen Pfarrei (frühere Wallfahrt zum geneigten Haupt). Nächste größere Stadt ist Traunstein, ca. 5 km entfernt. Nahe Siegsdorf vereinigen sich der 'Rote' und der 'Weiße' Arm zur Traun, welche weiter über Traunstein und Altenmarkt fließt und in die Alz mündet. Richtung Süden befinden sich die Ausläufer der Voralpen - hier des Hochfelln.
Zur Gemeinde gehören außerdem die umliegenden kleineren Orte Bad Adelholzen, Eisenärzt, Maria Eck, Wernleiten, Sankt Johann, Hammer, Reichhausen, Traundorf und Vogling sowie der südliche Teil der ehemaligen Gemeinde Hochberg.
Reichhausen ist ein kleiner Ort im Westen der Gemeinde Siegsdorf, welcher direkt an der Autobahn A8 München-Salzburg liegt. Bekannt ist vor allem der viel besuchte Reiterhof. Er liegt günstig, denn viele Spazierwege umfassen den kleinen Ort.
Vorauf ist eine Feriensiedlung, welche in den siebziger Jahren entstand. Typisch ist die "Vogelhaus"-Architektur vieler Gebäude von denen die meisten in Südhanglage gebaut wurden.
Das auch hier vorherrschende typische Klima der nördlichen Voralpen zeichnet sich durch Fön vor allem im Herbst aus, welcher immer noch ein paar Tage länger Sonnenschein und höhere Temperaturen erwarten lässt. Im Winter, teils auch im Sommer kann es durch den Alpen-Rückstau zu mehr Niederschlägen (im Winter Schnee) kommen. Durchschnittlich um die 200 Sonnenstunden in den Sommermonaten.
Siegsdorf wird um 1120 erstmals schriftlich genannt. Im Mittelalter spielte Eisenerzbergbau, insbesondere in den heutigen Ortsteilen Eisenärzt und Hammer, eine wichtige Rolle. Durch das Gemeindegebiet verlief ein Salzsäumerweg von Reichenhall nach Taunstein, der erst um 1590 zur Salzstraße ausgebaut wurde. Seit 1618 führte die Soleleitung von Reichenhall nach Traunstein und ab 1809 nach Rosenheim entlang der Roten Traun über Hammer (Brunnhaus) und Siegsdorf (Brunnhaus). Die spätgotische Pfarrkirche "Maria Empfängnis" wurde 1779 barockisiert und mit einem großflächigen Deckengemälde des Trostberger Malers Franz Soll versehen. 1896 wird Siegsdorf an die Eisenbahn angeschlossen, 1936 reicht der erste Bauabschnitt der Autobahn von München bis Siegsdorf. Die Gemeinde Siegsdorf ist in ihrem heutigen Umfang aus mehreren Gemeinden entstanden. Bereits 1934 wurden Ober- und Untersiegsdorf vereint. 1972 schlossen sich die bis dahin selbständigen Gemeinden Eisenärzt, Vogling sowie der südliche Teil von Hochberg an Siegsdorf an. 1978 fand die Gebietsreform ihren Abschluss durch den freiwilligen Anschluss der Gemeinde Hammer und des südlichen Teils der Gemeinde Haslach (Traundorf).
Am 11. Oktober 1975 entdeckte und barg der damals 16-jährige Schüler Bernard Raymond v. Bredow in einem Bachbett bei Siegsdorf eines der größten Mammutskelette der Welt. In die Schlagzeilen geriet Siegsdorf 1985, als Bredow seinen Mammutfund mit dem Filmemacher Ulli Weißbach des Bayerischen Rundfunks veröffentlichte. Der Fund war Anlass, 1991 das Mammutheum in Siegsdorf und 1995 das südostbayerische Naturkunde- und Mammut-Museum zu errichten.
Siegsdorf liegt direkt an der A 8 von München nach Salzburg und kann über die Ausfahrten Schweinbach oder Siegsdorf angefahren werden. Außerdem kann man Siegsdorf auch bequem mit der Bahnlinie Traunstein-Ruhpolding erreichen.
Die Gemeinde lebt von Kleingewerbe und Handwerk, mittleren Industriebetrieben sowie teilweise vom Fremdenverkehr und von der Landwirtschaft. Über die Region hinaus bekannt sind die beiden Mineralwasserbrunnen Adelholzener Alpenquellen und Siegsdorfer Petrusquelle, sowie die Firmen Brueckner Maschinenbau GmbH und Nowofol.
Siegsdorf besitzt die Volksschule Siegsdorf untergliedert in Grund- und Hauptschule mit insgesamt ca. 500 Schülern in 21 Klassen und 33 Lehrkräften. Ebenso eine Pfarr- & Gemeindebücherei im Gebäude der Gemeindeverwaltung und eine Aussenstelle der VHS Traunstein.
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