Sierre

Sierre
Wappen von Sierre
Basisdaten
Kanton: Wallis
Bezirk: Sierre
BFS-Nr.: 6248Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz/Gemeinde
PLZ: 3960
Koordinaten: (607296 / 127626)
Höhe: 533 m ü. M.
Fläche: 19,2 km²
Einwohner: 15'123Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz/Stadt

(31. Dezember 2005)

Website: www.sierre.ch
Karte
Karte von Sierre
Sierre in der Abendsonne. Im Hintergrund kann man den Gorwetschgrat und die Ausläufer des Pfynwaldes erkennen. Rechts der Taleingang ins Val d'Anniviers (dt. Eifischtal)
Sierre in der Abendsonne. Im Hintergrund kann man den Gorwetschgrat und die Ausläufer des Pfynwaldes erkennen. Rechts der Taleingang ins Val d'Anniviers (dt. Eifischtal)

Sierre (deutsch Siders) ist eine politische Gemeinde und Hauptort des gleichnamigen Bezirks des Kantons Wallis in der Schweiz.

Die Stadt Sierre zählt rund 15'000 Einwohner. Mitten durch den Ort geht die Sprachgrenze zwischen dem französischsprachigen Unterwallis und dem deutschsprachigen Oberwallis. Sierre selbst beherbergt eine deutschsprachige Minderheit und zählt somit neben Biel, Murten und Freiburg zu den zweisprachigen Städten der Schweiz.

Die nach dem Süden ausgerichtete touristische Region Sierre-Anniviers mit den an einer Hanglage gelegenen Dörfern Vercorin, Chandolin, St-Luc Vissoie, St-Jean Chandolin, Grimentz, Zinal sowie Ayer ist ein Ausgangspunkt für Sommer- und Wintersport. Durch eine Standseilbahn ist Sierre mit der Gemeinde Crans-Montana verbunden.



Inhaltsverzeichnis

Stadtbild

Die Altstadt von Sierre befindet sich auf der Nordseite der Rhône und wird massgeblich durch 6 Huegel (Goubing, Pradegg, colline du château Mercier, Géronde, Planzette und colline de l'ancien Sierre), die durch den Felssturz der Varneralp nach dem Rückzug des Rhônegletscher um 16.000 v.Chr. entstanden, geprägt.

Geschichte

Auf den Hanglagen und den beschriebenen Hügeln finden sich vorzeitliche und antike Siedlungsspuren. Sierres Bedeutung gründet auf seine Lage an der Handelsstrasse zum Simplonpass und durch seine landwirtschaftliche Bedeutung, vor allem Weinanbau, ermöglicht durch komplexe Bewässerungssysteme (Suonen) ab dem Spätmittelalter. Die Kapelle von Saint-Ginier gilt als eine der ältesten Gebäude (7. Jh.). Das bedeutendste mittelalterliche Gebäude stellt die Ruine des Goubingturms (1297) dar, die neben dem neuzeitlichen Château Mercier (19. Jh.) das Stadtbild prägt. Die im Tal gelegene Neustadt beherbergt das aus dem 15. Jh. stammenden Château de Vidôme, die St. Catherinenkirche (17. Jh.) und das aus dem 19. Jh. stammende Hôtel de ville.

1972 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Granges VS im Talboden der Rhone mit der Stadt Sierre fusioniert. Sierre kam dadurch zu einem Territorium, das weit westlich Richtung Genfersee reicht.

Wirtschaft

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelangt Sierre durch Aluminiumverhüttung, ermöglicht durch hydroelektrische Energie aus dem Val d'Anniviers, zu wirtschaftlicher Bedeutung. Die Aluminiumfabrik Alcan (früher Alusuisse) beschäftigt 1070 Arbeiter in Sierre, Steg und Chippis.

Kultur

Sierre beherbergt das Walliser Weinmuseum (Musée Valaisan de la Vigne et du Vin) und ein Rilke Museum, zum Gedenken an Rainer Maria Rilke, der drei Kilometer entfernt, am Nordhang oberhalb von Sierre, im Chateau de Muzot ab 1921 bis kurz vor seinem Tod 1926 wohnte. Sein Grab befindet sich in Raron.

Volksfeste:

  • Fête de la sainte Cathérine (jeweils am letzten Montag des Novembers)
  • Volkslauf Sierre-Zinal
  • Weinfest (VINEA).

Bildung

In Sierre befindet sich die Ecole cantonale d'art du Valais (ECAV, deutsch: Schule für Gestaltung Wallis), eine Kunstschule mit 211 Studenten[1].

Technopole

HEV

Freizeit

Lac Géronde

Kino

Eishockey

Pfynwald (Finges)

Kurioses

Im April 2005 sorgte die Gemeinde europaweit für Schlagzeilen, als der Jackpot der Lotterie Euro Millions in Höhe von 99 Millionen SFr. (über 63 Millionen Euro) auf einen Spielschein fiel, der in Sierre abgegeben wurde.

Weblinks

Quelle:
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