Sigfrid Gauch (* 9. März 1945 in Offenbach am Glan) ist ein deutscher Schriftsteller. Er lebt in Mainz.
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Gauch wuchs in Niedersachsen und in der Pfalz auf. Sein Abitur legte er in Kaiserslautern ab und studierte anschließend an den Universitäten Heidelberg und Mainz, wo er 1985 in Germanistik zum Thema "Offene und verdeckte Schreibweisen im literarischen Jakobinismus" promoviert wurde. Er war als Lehrer für Deutsch, Philosophie und Ethik tätig, zuletzt an der Integrierten Gesamtschule in Mainz. Seit 1988 leitet er im rheinland-pfälzischen Kulturministerium das Referat für Literaturförderung und Bibliothekswesen. Er ist Mitglied des P.E.N.-Zentrums Deutschland und dort von 1998 bis 2004 im Vorstand. Seit 2007 ist er dessen Vizepräsident und Writers in Exile-Beauftragter.
Bekannt wurde Gauch durch seine 1979 erschienene Erzählung Vaterspuren, in der er sich intensiv mit der Vergangenheit seines Vaters, eines Nationalsozialisten der ersten Stunde, und mit dem Zwiespalt, ihn einerseits zu lieben und andererseits die eigenen Schuldgefühle nicht loszuwerden, auseinandersetzt. Das Buch erschien zunächst im Athenäum Verlag (Königstein/Taunus) und wurde 1982 vom Suhrkamp Verlag als Taschenbuch herausgebracht. 2005 erschien eine überarbeitete und ergänzte Neuausgabe im Verlag Brandes & Apsel (Frankfurt a.M.).
Neben weiteren Romanen, Erzählungen und Gedichtbänden ist Gauch vor allem als Herausgeber bzw. Mitherausgeber zahlreicher Anthologien, vor allem mit Bezug zur Literatur in/aus Rheinland-Pfalz, hervorgetreten, darunter seit 1994 des Rheinland-pfälzischen Jahrbuchs für Literatur (im Verlag Brandes & Apsel, Frankfurt a.M.; seit 2002 unter dem Titel Jahrbuch für Literatur), sowie seit 2004 der Buchreihe Edition Schrittmacher (im Rhein-Mosel-Verlag, Alf).
Zu seinen Arbeiten gehören außerdem Rundfunk- und Fernsehbeiträge wie Labyrinth der Väter (ZDF 1980) und Doppelwertigkeiten oder Rheinland und Pfalz (ZDF 1987, ARD und Dritte Programme 1989).
Taschenbuchausgabe: Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 1982. Überarbeitete und ergänzte Neuausgabe: Frankfurt a.M.: Brandes & Apsel, 2005. Übersetzungen ins Hebräische: Ikwot Av, Jerusalem (Israel): Tiltan Publishing, 2001; und ins Englische: Traces of my Father, Evanston/Ill. (USA): Northwestern University Press, 2002.
Neuausgabe: Blieskastel: Gollenstein, 1997.
Rheinland-Pfälzisches Jahrbuch für Literatur (1994-2001)
im Verlag Brandes und Apsel, Frankfurt a.M.; mit wechselnden Mitherausgebern
Jahrbuch für Literatur (seit 2002)
im Verlag Brandes und Apsel, Frankfurt a.M.; mit wechselnden Mitherausgebern