Sigibert von Köln, der den Beinamen „der Lahme“ wegen einer Gehbehinderung erhielt, war ein Fränkischer Kleinkönig, der um 500 über Köln und wohl auch Teile des Rheinlandes (Austrasien) regierte.
Sigibert wurde in der Schlacht von Zülpich, die die Franken wohl im Jahre 496 oder 497 bei Tulbiac (vermutlich Zülpich) gegen die Alamannen schlugen, am Knie verwundet. Aufgrund dieser Verletzung trug er auch den Beinamen „der Lahme“. Nach Gregor von Tours' Frankengeschichte stiftete Chlodwig I. Sigiberts Sohn Chloderich dazu an, seinen Vater zu ermorden. Dieser ließ seinen Vater daraufhin tatsächlich umbringen (um 509) und wurde für kurze Zeit sein Nachfolger. Wenig später bezichtigte Chlodwig ihn deshalb, ein Mörder zu sein, und ließ ihn umbringen, obwohl Chloderich ihn vorher in einer Schlacht gegen die Westgoten unterstützt hatte. Daraufhin wurde Chlodwig auch zum König der so genannten ripuarischen oder rheinischen Franken erhoben.
Siehe auch die Literaturangaben im Artikel Merowinger.
| Vorgänger |
König von Austrasien 483-509 |
Nachfolger |