Sigismund Felix von Ow-Felldorf

Sigismund Felix Freiherr von Ow-Felldorf (* 18. Oktober 1855 in Berchtesgaden; † 11. Mai 1936 in Passau) war von 1906 bis 1936 der 80. Bischof von Passau.

Sigismund Felix Freiherr von Ow wurde in Berchtesgaden geboren; seine Eltern waren Josefa von Berchem und Felix Freiherr von Ow.

Der junge Sigismund studierte in München Rechtswissenschaft und betätigte sich eine Zeit lang als Rechtspraktikant; 1879 wurde er zum königlichen Kämmerer ernannt. Entsprechend einem längst gehegten Wunsch begann er dann 1881 das Theologiestudium in Eichstätt. Am 25. Juli 1884 wurde er in Regensburg zum Priester geweiht. Anschließend war er in Amberg Kooperator, kam aber 1887 schon als Kanonikus an die Alte Kapelle zu Regensburg und wirkte 1889 bis 1894 als Militärprediger, seit 1891 als Bischöflich Geistlicher Rat und Ordinariatsmitglieds und seit 1897 als Diözesanpräses der katholischen Arbeitervereine. Am 8. Januar 1902 wurde er zum Weihbischof von Regensburg mit Titularsitz in Arethusa ernannt, die Bischofsweihe war am 24. Februar 1902.

Am 18. Oktober 1906 wurde Sigismund Felix auf den Bischofsstuhl Passau berufen. In den 30 Bischofsjahren in Passau errichtete er im Bistum 31 neue Pfarreien, weihte zahlreiche neue Kirchen und bemühte sich um Ordensniederlassungen. Die Zahl der Priester erhöhte sich von 571 auf 728. Auf sein Betreiben hin wurde 1936 das Passauer Bistumsblatt gegründet. Am 11. Mai 1936 ist er gestorben. Er liegt in der Bischofsgruft im Dom St. Stephan in Passau begraben.


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