| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Tübingen | |
| Landkreis: | Sigmaringen | |
| Koordinaten: | 48° 4′ N, 9° 16′ O | |
| Höhe: | 569 m ü. NN | |
| Fläche: | 12,47 km² | |
| Einwohner: | 3771 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 302 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 72517 | |
| Vorwahl: | 07571 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SIG | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 4 37 105 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Hauptstraße 9 72517 Sigmaringendorf |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Alois Henne | |
Sigmaringendorf ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Landkreis Sigmaringen.
Inhaltsverzeichnis |
Sigmaringendorf und der Ortsteil Laucherthal liegen im Naturpark Obere Donau etwa 5 km von der Kreisstadt Sigmaringen entfernt. Hier mündet die Lauchert in die Donau.
Die Gemeinde liegt am südlichen Rand der Schwäbischen Alb.
Scheer, Sigmaringen, Bingen, Mengen, Krauchenwies
Zur Gemeinde Sigmaringendorf gehört der Ortsteil Laucherthal. Das rechts der Donau gelegene Wohngebiet bezeichnen die (schwäbischsprachigen) Ureinwohner des Ortes umgangssprachlich auch gerne als "Zizahausa"
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes datiert aus dem Jahre 1249 in einer von Papst Innozenz IV. unterzeichneten Urkunde. Siedlungsreste und archäologische Funde aus der Hallstattzeit (Kelten - Ringwälle westlich von Sigmaringendorf, Grabhügel nördlich von Laucherthal), sowie von Römern (Villa Rustica beim Hüttenwerk in Laucherthal und römische Furt an der Lauchertmündung in die Donau) und Alemannen lassen jedoch auf erheblich frühere Besiedlung schließen. Von dem Alemannen „Sigemar“ leitet sich vermutlich auch der Ortsname ab. Im Jahre 1708 errichtete Fürst Meinrad II. eine Eisenschmelze. Aus dieser entwickelten sich im Laufe der Jahre die „Fürstlich Hohenzollernschen Hüttenwerke“, heute als Zollern-Werke der größte Arbeitgeber der Gemeinde. Um das Hüttenwerk entwickelte sich der Ortsteil Laucherthal, ursprünglich als reine Arbeitersiedlung.
Bürgermeister ist Alois Henne (CDU).
Das Wappen von Sigmaringendorf zeigt ein geteiltes Schild, oben von Rot und Gold schräglinks geteilt, darüber ein goldener Hammer und goldener Schlägel schräggekreuzt, darunter eine liegende rote Pflugschar, in der roten unteren Schildhälfte ein stehender goldener Hirsch.
Die Gemeinde Sigmaringendorf pflegt partnerschaftliche Beziehungen zu der Stadt Rafaela in Argentinien, die um 1880 von dem in Sigmaringendorf geborenen Wilhelm Lehmann gegründet wurde.
Am Ortsende in Richtung Rulfingen liegt die Freilichtbühne Naturtheater Waldbühne Sigmaringendorf - eine idyllisch im Wald gelegene Naturbühne. Mit gut 10.000 Besuchern jährlich ist diese die touristische Hauptattraktion der Gemeinde. Jährlich werden zwei verschiedene Stücke (Kindergruppe, Erwachsenengruppe) von ehrenamtlichen Laienschauspielern aufgeführt [1].
Im Hüttenwerk im Ortsteil Laucherthal gibt es noch eine von wenigen verbliebenen Werks- oder Hüttenkapellen. Es handelt sich dabei um ein knapp 30-köpfiges Blasorchester, das in Bergmannsuniform auftritt.[2]. Daneben gibt es in Sigmaringendorf aber auch noch einen Musik- und einen Männergesangverein, einen Fanfarenzug, einen Kirchenchor und kleinere musikalische Ensembles.
Die Pfarrkirche in Sigmaringendorf (aus dem Jahre 1317) ist St. Peter und Paul geweiht. Im Ortsteil Laucherthal steht die Kirche des Heiligen St.Meinrad (erbaut 1958). Außerdem existiert noch eine kleine Kapelle, die sogenannte "Bruckkapelle" nahe dem Friedhof.
Im Ortsteil Laucherthal wurden 1866 die Überreste eines römischen Gutshofes gefunden (siehe auch: Villa Rustica (Laucherthal)).
Überregionale Bekanntheit erlangte die Gruppe TGW (Turnen - Gymnastik - Wettkampf) des TSV Sigmaringendorf als mehrfacher württembergischer Meister und drittplatzierter bei den deutschen Meisterschaften. Die Gruppe war außerdem einer der deutschen Vertreter bei den Weltgymnaestraden in Lissabon 2003 und Dornbirn 2007.[3] Der TSV Sigmaringendorf ist mit 1300 Mitgliedern (verteilt auf die Abteilungen Turnen, Fußball, Leichtathletik und Ski) der größte Verein des Ortes und in Relation zur Einwohnerzahl auch einer der mitgliederstärksten Sportvereine Baden-Württembergs. [4]
Seit 1978 findet in Sigmaringendorf an jedem zweiten Septemberwochenende ein großes Straßenfest statt. Erwähnenswert ist diese Veranstaltung vor allem deswegen, weil nahezu alle Vereine der Gemeinde teilnehmen, dabei aber den allergrößten Teil des Erlöses für einen dem Gemeinwohl dienenden Zweck zur Verfügung stellen. Das heißt, die Vereinsvorstände entscheiden Jahr für Jahr, wem der Erlös zu Gute kommen soll (so wurden bereits Vereinsheime gebaut, Uniformen angeschafft und vieles mehr).
Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Die Gemeinde befindet sich in der Wabe 441. Sigmaringendorf hat eine Bahnstation und liegt an der Bahnstrecke Sigmaringen -Ulm (Donautalbahn). Durch den Ort führen die B 32 und der Donauradweg.
In Sigmaringendorf existieren mehrere mittelständische Unternehmen, vor allem im metallverarbeitenden Gewerbe. Zu nennen sind hier: Zollern GmbH & Co KG, Anton Holzhauer Umformtechnik, Chrom Schaal, Spörl Drahtweberei und einige andere. Im Industrie- und Dienstleistungsbereich bietet Sigmaringendorf dadurch ca. 1800 Arbeitsplätze.
Gemeinde Sigmaringendorf (Hrsg.): Chronik von Sigmaringendorf 1249–1981. Sigmaringendorf, 1982.
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