Ein Signalling Transfer Point, abgekürzt STP, ist ein zentraler Vermittlungsknoten für Signalisierungsverkehr.
In den heute allgemein üblichen digitalen Telefonnetzen und in Mobilfunknetzen werden Sprachsignale und Signalisierungsinformationen in unterschiedlichen Teilnetzen übertragen. Im Teilnetz für die Sprachübertragung sind Vermittlungsstellen (Festnetz) beziehungsweise Mobile Switching Center (Mobilfunknetz) die zentralen Vermittlungsknoten. Im Teilnetz für den Signalisierungsverkehr sind dies die Signalling Transfer Points.
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Signalisierungsnetze werden meist sternförmig aufgebaut mit STPs im Zentrum des Netzes. Somit besitzen die STPs Signalisierungsverbindungen zu allen zentralen Netzelementen des Netzes und verwalten auch den Signalisierungsverkehr an Netzübergängen zu anderen Netzen.
Der Datenaustausch zu anderen Netzelementen erfolgt auf Basis von Signalisierungsprotokollen, meist wird das Signalling System 7-Protokoll verwendet.
Mit dem Aufkommen von Voice Over IP, wird auch die Unterstützung von Signalisierung über IP erforderlich. Neuere STPs unterstützen somit auch Protokolle für SS7-over-IP (SIGTRAN) wie M2PA, M3UA, SUA. Diese Protokolle ersetzen die unteren Signalisierungs-Ebenen (MTP und teilweise SCCP). Die oberen Ebenen, wie MAP oder CAMEL bleiben davon unbeeinflusst.
Protokolle zur (Sprach-)Kanal oder Stream-Verwaltung wie BICC, Megaco, SIP werden von STPs bisher nicht aktiv unterstützt. Die entsprechenden Informationen werden lediglich mit Hilfe von SIGTRAN weitervermittelt.
Aufgabe des STPs ist es, Signalisierungsnachrichten zu analysieren und weiterzuleiten. So wird zum Beispiel der gesamte Gesprächsaufbau und -abbau über Signalisierungsinformationen gesteuert. Aufgabe des STPs ist unter anderem
Nahezu alle Funktionen, die zur Benutzung des Telefonnetzes bzw. Mobilfunknetzes erforderlich sind, laufen über das Signalisierungsnetz und damit über die STPs. Ein kompletter STP-Ausfall würde bedeuten, dass niemand mehr telefonieren kann, denn dann könnte kein Telefongespräch mehr begonnen oder beendet werden.
Deshalb werden sehr hohe Anforderungen an die Zuverlässigkeit der STPs gestellt. In der Regel werden STPs jeweils paarweise in active/active-Konfiguration aufgestellt. Das heißt beide STPs eines Paares sind aktiv und behandeln jeweils die Hälfte der anfallenden Nachrichten. Die STPs sind aber so dimensioniert, dass einer jeweils den gesamten Verkehr übernehmen könnte. Bei Ausfall eines STPs kann der andere den Verkehr sofort übernehmen. Das SS7-Protokoll stellt für diesen Fall sicher, dass keine Nachrichten verloren gehen.
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