Silber-Zink-Akku

Ein Silber-Zink-Akku ist ein recht teurer Akkumulator mit geringer Lebensdauer, der eine sehr hohe Kapazität bei geringem Volumen und Gewicht erreicht. Die Nennspannung einer Zelle beträgt 1,5 Volt.

Inhaltsverzeichnis

Aufbau

Beim Silber-Zink-Akku besteht im entladenen Zustand die positive Elektrode aus Silber (Ag) und die negative Elektrode aus Zinkhydroxyd (Zn(OH)2). Im geladenen Zustand besteht die positive Elektrode aus Silberoxyd (AgO) und die negative Elektrode aus Zink (Zn). Als Elektrolyt wird Kalilauge (KOH) der Dichte 1,4 g/cm³ verwendet.


Chemische Prozesse

Bei der Ladung laufen folgende chemische Vorgänge ab:

Ag + Zn(OH)2 + KOH --> AgO + Zn + KOH + H2O

Beim Entladen laufen die Vorgänge in Gegenrichtung ab. Bei der Ladung nimmt durch die Bildung von Wassermolekülen die Konzentration des Elektrolyts ab. Dies kann wie beim Bleiakku, bei dem die Dichteänderung allerdings in umgekehrter Reihenfolge verläuft, zur Bestimmung des Ladezustands genutzt werden.

Allgemeine technische Daten

  • Nennspannung: 1,5 V
  • Lade-Anfangsspannung: 1,65 V
  • Lade-Schlussspannung: 2,1 V
  • Entlade-Anfangsspannung: 1,65 V
  • Entlade-Schlussspannung: 1,0 V
  • Normalladung: 12 Stunden mit 0,1 A / Ah
  • Schnellladung: 2,5 Stunden mit 0,4 A / Ah (nur in dringenden Fällen!)
  • Normalentladung: 5 Stunden mit 0,2 A / Ah
  • Schnellentladung: 5 Minuten mit 5 A / Ah
  • Lebensdauer: 50 bis 100 Zyklen bzw. 1 Jahr

Vorteile

  • hohe Kapazität (geringes Gewicht pro Ah)
  • sehr hohe kurzzeitige Stromimpulse (über 1000 A / Ah sind möglich)
  • geringe Selbstentladung

Nachteile

  • hoher Preis
  • geringe Lebensdauer
  • sehr empfindlich gegen Überladung

Literatur

Dieter Franz: Der praktische Funkamateur 79 / Chemische Stromquellen - Deutscher Militärverlag, Berlin 1968

Quelle:
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