Silberpappel

Silberpappel
Silberpappel (Populus alba)
Silberpappel (Populus alba)
Systematik
Abteilung: Bedecktsamer (Magnoliophyta)
Klasse: Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
Unterklasse: Rosenähnliche (Rosidae)
Ordnung: Malpighiales
Familie: Weidengewächse (Salicaceae)
Gattung: Pappeln (Populus)
Art: Silberpappel
Wissenschaftlicher Name
Populus alba
L.

Die Silber- oder Weißpappel (Populus alba) aus der Gattung der Pappeln gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae) und erreicht eine Wuchshöhe von 15 bis 35 Metern.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Habitus und Rinde

Bei der Silberpappel handelt es sich um einen sommergrünen, gerade gewachsenen Laubbaum mit einer meist breit-rundlich ausgebildeten Krone. Der Baum kann ein Alter von etwa 300 - 400 Jahren erreichen. Während der durchschnittlich erreichbare Brusthöhendurchmesser zwischen 50 und 60 cm liegt, wurden in Ungarn auch Bäume mit 150 bis 200 cm Stammdurchmesser gefunden [1]. Die Rinde zeigt zunächst eine weißgraue Färbung und eine glatte Struktur mit großen, rautenförmigen Korkwarzen. Mit zunehmendem Alter nimmt die Borke eine dunkelgraue Färbung an und bildet tiefe Längsfurchen aus. Die jüngsten Zweige weisen, ebenso wie die grünen Triebe, gewöhnlich eine weißfilzige Behaarung auf. Schneidet man einen Zweig der Breite nach auf, so erkennt man dessen fünfkantiges Mark.

Blätter

Die formenreichen Laubblätter der Silberpappel stehen wechselständig an einem ca 2-5 cm langen, flachen und behaarten Stiel. An Langtrieben werden ahornähnliche, oft 3-5teilige, buchtig gelappte und grob gezähnte Blätter ausgebildet, die eine Länge von 12 cm und eine Breite bis 10 cm erreichen können. Ihre Blattunterseite weist eine meist bleibende weißfilzige Behaarung auf. Am unteren Teil von Langtrieben sowie an Kurztrieben entwickeln sich eiförmig bis rundlich ausgestaltete, ungelappte Blätter mit einer Länge von 4 bis 7 cm und einer Breite zwischen 3 und 4 cm. Der Blattrand zeigt eine unregelmäßige wellige Zähnung, die Blattunterseite eine eher graufilzige, gewöhnlich dauerhafte Behaarung. Beide Blatttypen entwickeln an ihrer dunkelgrünen und glänzenden Blattoberseite im frühen Stadium eine flaumige Behaarung, die sich jedoch im Zuge des weiteren Wachstums verliert. Auch die ovalen, hellbraunen Knospen sind weißfilzig behaart. Im Herbst kann man die gelbe Laubfärbung der Silberpappel bewundern.

Blüten

Vor dem Laubaustrieb, zwischen März und April bildet die Silberpappel hängende, zweihäusig verteilte Kätzchenblütenstände, deren Tragblätter bewimpert und unregelmäßig gezähnt sind. Die Bäume tragen entweder nur männliche oder weibliche Kätzchen. Die Kätzchen erreichen gewöhnlich eine Länge von 4 cm. Die grünblütigen weiblichen Kätzchen strecken sich während des Fruchtvorgangs auf bis zu 10 cm. Die rötlich bis gelblich blühende männliche Form bildet in jeder Blüte ca. 8-10 karminrote Staubfäden aus.

Vermehrung

Die Silberpappel wird vom Wind bestäubt, der auch die Verbreitung der sehr kleinen Samen übernimmt. Diese reifen zwischen Mai und Juni in einer kleinen Kapsel im hängenden Fruchtstand. Da die Silberpappel reichlich Wurzelsprosse ausbildet, ist ihr auch Selbstausbreitung möglich.

Standort

Die relativ dürreunempfindliche Licht- und Pionierbaumart ist ein Flachwurzler und bevorzugt lockere, sandige Böden wie sie an Flussufern, Auböden oder Seen vorkommen. Sie gedeiht aber auch auf Sand- und Moorböden. Manchmal wird die Silberpappel auch als Straßen- und Alleebaum angepflanzt. Sowohl Sommerhitze als auch Winterkälte werden toleriert.

Das natürliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Mittel-, Süd- und Osteuropa, Westsibirien, Westasien und Nordafrika. Als Zierbaum wird die Silberpappel aber auch über die Naturvorkommen hinaus angepflanzt, wo sie dann verwildert. Als Nutzbaum wurde die Silberpappel in den vergangenen Jahrzehnten trotz einer niedrigen Umtriebszeit von lediglich 50 bis 60 Jahren weitgehend durch Hybridzüchtungen verdrängt.

Einzelnachweise

  1. L. Dimitri, Enzyklopädie der Holzgewächse - 24. Erg.Lfg. 6/01

Literatur

  • Gregor Aas, Andreas Ruedmller: Laubbäume, Gräfe & Unzer Verlag
  • Rothmaler: Exkursionsflora von Deutschland - Gefäßpflanzen: Grundband 2, Spektrum akademischer Verlag, ISBN 3-8274-1359-1

Weblinks

Commons
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Artikel Silberpappel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
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