Silbersalze ist der Oberbegriff für Salze mit Silber als Kation (Ag+).
Beispiele: die Silberhalogenide: Silberfluorid (AgF), Silberchlorid (AgCl), Silberbromid (AgBr), Silberiodid (AgI).
Weitere wichtige Silbersalze: Silbernitrat AgNO3, Silberfulminat (Knallsilber, AgCNO), Silberazid AgN3, Silbersulfid Ag2S.
Von den Silbersalzen werden besonders Silberchlorid, Silberbromid und Silberiodid als lichtempfindlich in der Fotografie verwendet, Silbernitrat (AgNO3) oder Höllenstein werden medizinisch zur Ätzung sowie Kalium-Silber-Cyanid zum galvanischen Versilbern verwendet.
Silberverbindungen gelten als stark wassergefährdend und sind daher in der Wasser-Gefährdungsklasse 3 eingeordnet. Soweit die Salze löslich sind, können sie als Halogenide gefällt werden.
Aus Silber-Diammin-Komplexen ([Ag(NH3)2]+) (oder Tollens Reagenz) kann sich mit den Nitrat-Ionen hochexplosives Silbernitrid (Ag3N) bilden, sodass solche Lösungen unbedingt zu reduzieren sind.
1727 wies Johann Heinrich Schulze die Lichtempfindlichkeit der Silbersalze nach.