| Strukturformel | ||
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| Allgemeines | ||
| Name | Siliciumtetrachlorid | |
| Andere Namen | Tetrachlorsilan | |
| Summenformel | SiCl4 | |
| CAS-Nummer | 10026-04-7[1] | |
| Kurzbeschreibung | stechend riechende, an feuchter Luft rauchende Flüssigkeit | |
| Eigenschaften | ||
| Molare Masse | 169,9 g·mol−1[1] | |
| Aggregatzustand | flüssig | |
| Dichte | 1,48 g/cm3 (20 °C)[1] | |
| Schmelzpunkt | −70 °C[1] | |
| Siedepunkt | 57 °C[1] | |
| Dampfdruck | 253 mbar [1] (20 °C) | |
| Löslichkeit |
mischbar mit Benzol, Ether, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff, Petrolether, reagiert heftig mit Wasser und Alkoholen |
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| Sicherheitshinweise | ||
| Gefahrstoffkennzeichnung aus RL 67/548/EWG, Anh. 1 | ||
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| R- und S-Sätze | R: 14-36/37/38 | |
| S: (2-)7/8-26 | ||
| Weitere Sicherheitshinweise | ||
| MAK | nicht festgelegt[1] | |
| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | ||
Siliciumtetrachlorid (auch Tetrachlorsilan, Siliziumtetrachlorid) ist eine farblose, flüchtige, an feuchter Luft rauchende Flüssigkeit mit der Summenformel SiCl4.
Inhaltsverzeichnis |
Siliciumtetrachlorid wird üblicherweise durch die chemische Reaktion von Chlor mit heißem Silicium gewonnen:
.Da bei der weiteren Verarbeitung zu Siliciumdioxid Chlorwasserstoff entsteht, wird dieser ebenfalls genutzt, um so durch den Verbund Rohstoffe zu sparen:
.Der dabei entstehende Wasserstoff kann für die Herstellung pyrogener Kieselsäure genutzt werden.
Siliciumtertachlorid ist eine sehr reaktive Verbindung. Anders als die entsprechende Kohlenstoffverbindung Tetrachlormethan reagiert Siliciumtetrachlorid heftig mit Wasser:

Oxidationsmittel, Säuren, Alkohole, Basen, Ketone, Aldehyde u. v. a. reagieren ebenfalls mit Siliciumtetrachlorid. Es besitzt eine starke korrodierende Wirkung und wirkt ätzend auf Haut, Augen und Lungen.
Bei der Reinigung von Silicium wird Siliciumtetrachlorid zuweilen als Zwischenstufe verwendet.