Siljan

Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem schwedischen See, für den gleichnamige Ort in Norwegen siehe Siljan (Norwegen)
Geografische Lage
Geografische Lage

Der Siljan ist der siebentgrößte See Schwedens. Er liegt in der schwedischen Provinz Dalarna. Der See hat eine Fläche von 290 km² und eine größte Tiefe von 134 Metern. Der See wird vom Fluss Österdalälven durchflossen. Ein weiterer Zufluss kommt vom nördlich gelegenen Orsasjön, der vom Oreälven gespeist wird.

Satellitenbild des Siljan-Kraters
Satellitenbild des Siljan-Kraters

Die Geologie des Sees und seiner Umgebung wurde durch einen Einschlag eines Meteoriten geprägt, der vor etwa 370 Millionen Jahren stattfand. Der ehemals vorhandene Einschlagkrater wurde mit jüngeren Sedimenten, vor allem Kalkstein, gefüllt. Der heutige See und die Umgebung sind durch die wiederholten Vergletscherungen im Eiszeitalter entstanden. Die Gletscher schürften die leichter zu erodierenden Gesteine der Kraterfüllung stärker aus, als die der Umgebung. Daher zeichnen der Siljan und noch eine Reihe weiterer kleiner Seen die Umrisse des erodierten Kraters deutlich nach. Mit einem Durchmesser von 55 km ist die Siljan-Struktur die größte Einschlagstruktur in Europa.

Im Siljan befinden sich mehrere Inseln, von denen die 7,5 km lange und 4 km breite Insel Sollerön die größte ist. Am Ufer des Siljan liegen unter anderem die Orte Leksand, Mora und Rättvik. Zur Jahrhundertwende um 1900 gab es einen lebhaften Seeverkehr mit Dampfbooten. Heutzutage gibt es Ausflugsboote, die Sightseeingtouren von den oben genannten Orten aus unternehmen. Traditionelle Ruderwettbewerbe mit Kirchenbooten (traditionelle Boote für den sonntäglichen Kirchenbesuch) finden Ende Juni/Anfang Juli am See statt.

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Commons
Commons: Siljan-Ring – Bilder, Videos und Audiodateien

Quelle:
Artikel Siljan aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
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