Silke Lautenschläger

Silke Lautenschläger, 2006
Silke Lautenschläger, 2006

Silke Lautenschläger (* 19. September 1968 in Darmstadt) ist eine deutsche Politikerin (CDU) und seit August 2001 hessische Sozialministerin im Kabinett von Ministerpräsident Roland Koch.

Leben

Silke Lautenschläger besuchte bis zum Abitur 1988 das Gymnasium Georg-Büchner-Schule in Darmstadt. Von 1988 bis 1993 studierte sie Rechtswissenschaft an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und legte 1996 ihr zweites Staatsexamen ab. Die Juristin engagierte sich in der Jungen Union und wurde 1997 in den Bezirksvorstand Hessen Süd gewählt. Sie praktizierte bis zu ihrer Ernennung zur Ministerin als Rechtsanwältin und ist seit 1999 Mitglied des Hessischen Landtages.

Lautenschläger ist evangelisch, verheiratet und hat zwei Kinder.

Politik

Seit 1999 ist Lautenschläger Mitglied des Hessischen Landtags. Die zum Zeitpunkt ihrer Ernennung erst 32-jährige löste Marlies Mosiek-Urbahn im August 2001 als hessische Sozialministerin im Kabinett von Ministerpräsident Roland Koch als damals jüngste Landesministerin ab. Sie zeichnet sich bis heute für das große Ressort Familie, Gesundheit, Frauen, Soziales und Arbeit verantwortlich und ist zudem Vorsitzende des Bundesratsausschusses für Arbeit und Sozialpolitik.

Silke Lautenschläger war schon in der Bundespolitik aktiv. Bis Oktober 2004 erarbeitete sie zusammen mit ihren Amtskolleginnen Ursula von der Leyen (Niedersachsen) und Christa Stewens (Bayern) ein gemeinsames Unionskonzept für eine Gesundheitsreform. An dem Wahlprogramm der CDU für die vorgezogenen Bundestagswahlen 2005 war sie ebenfalls wesentlich beteiligt. Die CDU-Ministerin ist Mitglied in der Familienkommission ihrer Partei, die im April 2005 erstmals tagte.

„Kochs Mädchen“, wie sie von den Medien scherzhaft genannt wird, gilt als ambitionierte und durchsetzungsfähige Politikerin. In jüngster Zeit fiel die CDU-Politikerin vor allem durch ihre Forderungen nach einer Verschärfung von Hartz IV auf.

Im Mai 2007 wurde sie in ihrem Dienstwagen auf der Autobahn A7 von einer Zivilstreife angehalten, weil ihr Fahrer zahlreiche Tempolimits ignoriert und Verstöße gegen die StVO (bspw. rechts überholt) begangen hatte. Lautenschläger hatte hierbei von ihren Sonderrechten als Ministerin Gebrauch gemacht, die es ihr zugestehen, in besonderen Fällen die StVO außer Kraft zu setzen. In der Presse und von der Bevölkerung wurde sie für ihr Verhalten stark kritisiert, da sie auf dem Weg zu einer eher unwichtigen regionalen Veranstaltung gewesen war. Von Lautenschläger selbst gibt es hierzu keinen Kommentar.

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