| Sils im Engadin/Segl | |
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| Basisdaten | |
| Kanton: | Graubünden |
| Bezirk: | Maloja |
| BFS-Nr.: | 3789 |
| PLZ: | 7514 |
| Koordinaten: | (778906 / 145097) |
| Höhe: | 1'803 m ü. M. |
| Fläche: | 63.57 km² |
| Einwohner: | 744
(31. Dezember 2005) |
| Website: | www.sils.ch |
| Karte | |
Sils im Engadin/Segl (bis 1943 offiziell lediglich deutsch Sils im Engadin ohne das rätoromanische Segl genannt) ist eine Gemeinde im Kreis Oberengadin, Bezirk Maloja des Kantons Graubünden in der Schweiz. Sie liegt auf einem Landstück zwischen dem Silser- und dem Silvaplanersee. Die Gemeinde ist gemischtsprachig deutsch/rätoromanisch, was sich im Doppelnamen zeigt.
Sils-Maria, neben Sils-Baselgia einer der beiden Ortsteile von Sils, ist ein Wintersportort und bietet vielfältige Sport- und Erholungsmöglichkeiten sowie kulturelle Angebote. Die Namen der Ortsteile sind rätoromanischen Ursprungs:
Die herrliche Lage und das gute Klima zog schon viele prominente Persönlichkeiten an. Hermann Hesse war gerne hier und vor allem Friedrich Nietzsche, der zwischen 1881 und 1888 sieben Sommer in Sils Maria verbrachte (mit Ausnahme des Jahres 1882) und einige seiner bedeutendsten Werke dort schuf, verbreitete den Ruf des Ortes und des Sees in aller Welt. Ihm bewahrt das Nietzsche-Haus in Sils-Maria, in dem Nietzsche während seiner Aufenthalte in einfachsten Verhältnissen logierte, als Museum und Forschungsstätte ein ehrendes Andenken.
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung: Geteilt von Blau darin eine goldene Strahlensonne und von Gold mit einer blauen Forelle. Vereinfachung des historischen Gemeindesiegels, mit Hinweis auf die sonnige Höhenlage der Gemeinde und den fischreichen Silser See.
Der Hausberg von Sils ist die Furtschellas, sowohl zum Wandern im Sommer als auch als alpines Skigebiet im Winter. Als autofreies Seitental ist das Fextal zu nennen, welches mit einem konzessionierten Pferde-Omnibus bedient wird. Sowohl das Fextal als auch die Seenebene werden sommers für leichte Wanderungen und winters für Langlauf genutzt, wobei über die gefrorenen Seen auch der bekannte Engadin Skimarathon führt.
Sils liegt einen Kilometer südlich der Nord-Süd Verkehrsachse Julierpass - Silvaplana - Malojapass. Mittels Busverbindungen Richtung St. Moritz bzw. Chiavenna ist Sils auch gut an den öffentlichen Verkehr angeschlossen.
Bis ins 19. Jahrhundert sprachen alle Bewohner Puter , eine bündnerromanische Mundart. Doch gab es bereits 1880 eine beträchtliche deutschsprachige Minderheit. Dennoch behauptete sich bis zum Zweiten Weltkrieg eine romanischsprachige Mehrheit (1880 68.2%, 1910 55.82%, 1941 61.5%). Nach 1960 kippte die Gemeinde zum Deutschen, welches 1970 erstmals eine relative Mehrheit stellte. Heute ist Deutsch einzige Behördensprache, obschon sich noch 33.0% der Einwohnerschaft auf Romanisch unterhalten kann. Die Entwicklung der letzten Jahrzehnte zeigt folgende Tabelle:
| Sprachen in Sils im Engadin/Segl | ||||||
| Sprachen | Volkszählung 1980 | Volkszählung 1990 | Volkszählung 2000 | |||
| Anzahl | Anteil | Anzahl | Anteil | Anzahl | Anteil | |
| Deutsch | 210 | 48,39 % | 291 | 58,43 % | 446 | 59,39 % |
| Rätoromanisch | 137 | 31,57 % | 122 | 24,50 % | 90 | 11,98 % |
| Italienisch | 67 | 15,44 % | 71 | 14,26 % | 116 | 15,45 % |
| Einwohner | 434 | 100 % | 498 | 100 % | 751 | 100 % |
1552 traten die Bewohner zum Protestantismus über.
Von den Ende 2005 744 Bewohnern waren 551 (= 74 %) Schweizer Staatsangehörige.
Bever | Bondo | Castasegna | Celerina/Schlarigna | Madulain | Pontresina | La Punt-Chamues-ch | Samedan | Soglio | St. Moritz | Stampa | S-chanf | Sils im Engadin/Segl | Silvaplana | Vicosoprano | Zuoz
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