| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |
| Regierungsbezirk: | Köln | |
| Kreis: | Aachen | |
| Koordinaten: | 50° 36′ N, 6° 18′ O | |
| Höhe: | 280–560 m ü. NN | |
| Fläche: | 111,430 km² | |
| Einwohner: | 15.669 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 141 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 52152 | |
| Vorwahl: | 02473 | |
| Kfz-Kennzeichen: | AC | |
| Gemeindeschlüssel: | 05 3 54 028 | |
| Gemeindegliederung: | 17 Orte | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Rathausplatz 52152 Simmerath |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Hubert Breuer (CDU) | |
Simmerath ist eine Gemeinde in Nordrhein-Westfalen, gehört zum Kreis Aachen und ist dessen flächengrößte Kommune. Die östliche Gemeindehälfte dominiert der Rursee.
Inhaltsverzeichnis |
Das 1972 entstandene, heutige Gemeindegebiet von Simmerath erstreckt sich in einem Radius von ca. 10 km rund um den Kernort. Seine Peripherie berührt im Osten die als touristische Attraktion relevante Rurtalsperre, im Süden den Raum Monschau, im Westen die belgische Grenze mit immer noch gut erkennbaren Teilen des durch einen Wanderweg erschlossenen Westwalles und im Norden den Raum Roetgen/Aachen.
Teile des Gemeindegebiets liegen seit dem 1. Januar 2004 auf dem Territorium des Nationalparks Eifel.
Die Gegend um Simmerath war schon zur römischen Kaiserzeit besiedelt. Die antike Verbindungsstraße führte aus Konzen über Simmerath und Kesternich nach Einruhr. Die Besiedlung ist durch Bodenfunde aus dem 2. und 3. nachchristlichen Jahrhundert, nicht jedoch durch schriftliche Quellen belegt. Eine Siedlingskontinuität in die fränkische Zeit hinein ist nicht dokumentiert.
Ein "Hof zo Semmenrode" findet sich erst wieder in einer mittelalterlichen Quelle von 1342. 1346 beginnen die kirchenrechtlichen Belege; zuvor gehörte die Pfarrei zu Konzen.
Territorial gehörte die Ansiedlung zur Herrschaft der Grafen von Monschau (Montjoie); diese ging nach dem Tode Johann III. von Schönforst-Montjoie 1433 an das Herzogtum Jülich über, in dessen Besitz Simmerath wie das gesamte Monschauer Land bis zum (Wiener Kongress) verblieb. Im Zuge der Neuordnung von 1815 fiel Jülich an Preußen und gehörte von 1822 bis zum Zweiten Weltkrieg zur Rheinprovinz.
Im Zweiten Weltkrieg brachte die Ardennenoffensive im Winter 1944/45 bei dem Vormarsch der Alliierten schwere Zerstörungen mit sich.
Durch das Gesetz des Landes Nordrhein-Westfalen zur Neugliederung der Gemeinden und Kreise des Neugliederungsraumes Aachen (das so genannte Aachen-Gesetz) vom 14. Dezember 1971 wurden der Gemeinde Simmerath die ihr heute angehörenden Ortsteile eingegliedert. Dieses erweiterte Simmerath ist seither eine von nur noch 9 Gemeinden (neben Herzogenrath, Alsdorf, Würselen, Baesweiler, Eschweiler, Stolberg, Roetgen und Monschau), die nach der Neugliederung im Kreis Aachen verblieben sind. Bis 1972 gehörte Simmerath zum Kreis Monschau.
Lammersdorf gehörte schon vorher zum Amt Simmerath, Kesternich, Rurberg/Woffelsbach, Steckenborn und Strauch waren selbstständig, Eicherscheid war vorher bei Imgenbroich und Einruhr/Erkensruhr bei Dreiborn. Durch die Eingemeindung sind einige derjenigen Ortschaften, die (neben anderen) schon im Mittelalter kirchenrechtlich zu Simmerath gehört hatten, kommunalpolitisch wieder zu Simmerath "zurückgeholt", nämlich Dedenborn, Kesternich, Strauch, Rollesbroich, Witzerath, Lammersdorf und Paustenbach. In der Zwischenzeit hat jedoch jeder dieser Ortsteile seine eigene Identität und seine eigenen Wirtschaftsfaktoren entwickelt, so dass die Gemeinde Simmerath sich heute als ein Zusammenschluss von heterogenen Strukturen darstellt.
Orte in der Gemeinde Simmerath:
Bei der Gemeinderatswahl am 26. September 2004 ergab sich folgende Sitzverteilung:
Hauptamtlicher Bürgermeister ist seit 1999 Hubert Breuer von der CDU. Gemeindedirektor bis 1999 war Arnold Steins.
Das Gemeindewappen stellt ein blaues S auf goldenem Grund dar. Das S symbolisiert die nach der kommunalen Neugliederung 1972 entstandene Gemeinde Simmerath und ihre Lage an zwei Seen. Der goldene Wappengrund soll auf die frühere Zugehörigkeit zur Landesherrschaft Jülich hinweisen.
Neben zahlreichen Musik- und Sportvereinen gibt es in Simmerath das Geloog Simmerath e.V., einen im 19. Jahrhundert gegründeten Junggesellenverein.
Dorfrundgänge in allen 13 Ortschaften der Gemeinde Simmerath führen - vollständig ausgeschildert - ab den jeweiligen Startpunkten an den Sehenswürdigkeiten vorbei. Die Dorfrundgänge sind sowohl im Internet zum downloaden verfügbar, als auch an den Einsteigstafeln verfügbar. Ebenfalls kann die Broschüre angefordert werden bei der Gemeinde Simmerath.
Die heterogene Wirtschaftsstruktur der Gemeinde Simmerath erklärt sich durch die unterschiedliche geografische Lage und Geschichte der einzelnen Ortsteile. Während der Kernort und sein Umland industriell geprägt sind (es dominieren Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe), haben Dedenborn, Steckenborn und Strauch einen agrarischen Charakter und ist der Tourismus die Haupteinnahmequelle der am Rursee und im Umfeld des Nationalparks gelegenen Ortsteile, d.h. Rurberg, Woffelsbach, Einruhr und Erkensruhr/Hirschrott.
Größere ansässige Unternehmen:
Das Malteser-Krankenhaus St. Brigida ist ein Krankenhaus der Grundversorgung. Die Fachbereiche umfassen neben ambulanten Leistungen Innere Medizin, Chirurgie, Unfallchirurgie, Gynäkologie, Geburtshilfe, Anästhesie, Intensivmedizin und Physiotherapie. Das Krankenhaus verfügt des Weiteren über eine Krankenpflegeschule.
1909 wurde im alten Simmerather Pfarrhaus ein provisorisches Krankenhaus auf Initiative des damaligen Landrats des Kreises Monschau als erstes Krankenhaus für die elf Gemeinden des Bezirkes eingerichtet. Hier arbeiteten zunächst vier Ordensschwestern der Cellitinnen zur hl. Elisabeth. 1913 folgte als Neubau das St. Brigida-Krankenhaus mit 40 Betten, welches 1927 in den Besitz der Cellitinnen überging. Nach mehrfachem Ausbau stieg die Bettenzahl 1977 auf 224, musste jedoch 2003 auf 137 reduziert werden. Januar 1997 verkauften die Cellitinnen das Krankenhaus, welches sich seitdem Malteser-Krankenhaus St. Brigida nennt, an die Deutsche Malteser gGmbH. Trägerin ist die Malteser St. Elisabeth gGmbH.
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