Simmering-Graz-Pauker

Eine Wiener Straßenbahn ("Bim"), von SGP gebaut
Eine Wiener Straßenbahn ("Bim"), von SGP gebaut
Innenansicht einer "Bim"
Innenansicht einer "Bim"

Die Simmering-Graz-Pauker AG (SGP; AG für Maschinen-, Kessel- und Waggonbau AG) war eine der wichtigsten österreichischen Maschinen- und Motorenfabriken des 20. Jahrhunderts. Sie entstand durch Fusion der Wiener Paukerwerke mit der Maschinen- und Waggonbau Fabriks AG Simmering und der Grazer Wagen- und Waggonfabriks AG, vormals Joh. Weitzer. Nach dem 2. Weltkrieg war die Firma mehrheitlich in Staatsbesitz und hatte ein weitverzweigtes Netz von internationalen Büros und Filialen in Asien, Südamerika und Europa, mit mehreren tausend Mitarbeitern.

Schwerpunkte waren unter anderem Turbinenbau, Dieselmotoren, Waggone und Lokomotiven für die ÖBB, Garnituren für die Wiener und Grazer Verkehrsbetriebe (Straßenbahn, U-Bahn ("Silberpfeile"), Schnellbahn). Die Firma erlebte ein rasantes Wachstum in den 1960er und 70er Jahren bis Mitte der 80er Jahren.

Anfang der 1990er Jahre verkaufte die Republik im Zuge der Umstrukturierungen in der "Verstaatlichten" seine Anteile an die Siemens AG. Die Firma wurde danach noch ein paar Jahre als "Siemens-SGP Verkehrstechnik GmbH" weitergeführt, dieser Name verschwand jedoch mit 1. April 2004. Derzeit sind die ehemaligen Fabriken von SGP Teil des Konzerns "Siemens Transportation Systems Österreich GmbH & Co KG". Das Werk in Wien-Simmering feierte am 16. September 2006 sein 175-Jähriges Bestehen.

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