Simon Zelotes († im 1. Jahrhundert vermutlich in Babylon, heute Han-al-Mahawil im Irak) war nach den Berichten der Bibel ein Jünger Jesu Christi.
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Simon Zelotes war einer der zwölf Apostel Jesu (Mt 10,4; Mk 3,18; Lk 6,15; Apg 1,13). Seinen Beinamen Zelotes, im aramäischen "Kananäu", im Deutschen "der Eiferer", erhielt er wohl aufgrund seiner ursprünglichen Zugehörigkeit zur radikalen Zelotenpartei, die sich zum Ziel setzten, die Römer gewaltsam aus Israel zu vertreiben. In älteren Bibelübersetzungen wurde der Name oft falsch als "Simon der Kanaaniter" wiedergegeben.
Im Neuen Testament der Bibel erscheint nur sein Name und Beiname, und das auch nur in den Apostellisten; sonstige Details über ihn fehlen vollständig.
Nach der Kreuzigung Christi verkündete Simon der Überlieferung nach das Evangelium in Babylonien und Persien, wo er auch zusammen mit Judas Thaddäus den Märtyrertod erlitten haben soll. Dabei soll er mit einer Säge zerschnitten worden sein (Zersägen). In der christlichen Kunst wird er daher meist mit dem Attribut der Säge dargestellt. Eine andere Theorie besagt, Simon sei gekreuzigt worden.
Als Kirchenpatron u.ä. erscheint er meist zusammen mit Judas Thaddäus als „Heilige Simon und Judas“ (wie der ehemalige Kaiserdom in Goslar).
Ob es sich bei Simon dem Zeloten, und Simon Kananäus um ein und dieselbe Person handelt, ist theologisch umstritten.
Der katholische, evangelische und der anglikanische Gedenktag ist der 28. Oktober. Der orthodoxe Gedenktag ist der 10. Mai.
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