Sinai (Berg)

Sinai
Aussicht vom Gipfel des Berges Sinai

Aussicht vom Gipfel des Berges Sinai

Höhe 2.285 m
Lage Ägypten, Halbinsel Sinai
Gebirge Sinaimassiv
Geographische Lage 28° 32' 21" N, 33° 58' 29" O

Der Berg Sinai erhebt sich auf der Sinai-Halbinsel (2.285 m). Er heißt auf Arabisch جبل موسَى (Gabal Mūsā, „Mosesberg“).

Inhaltsverzeichnis

Route zum Gipfel

Beim Katharinenkloster am Fuße des Berges Sinai endet die reguläre Straße. Von hier aus kann der Aufstieg nur noch zu Fuß oder per Kamel fortgesetzt werden. Auf dem letzten, viel steileren Abschnitt, etwa ab der rund 300 m unterhalb des Gipfels liegenden Elija-Mulde, wo sich der biblische Prophet zeitweise versteckt haben soll, müssen 750 in den Fels gehauene Stufen überwunden werden. Auf dem gesamten Aufstieg müssen fast 4000 Stufen passiert werden. Auf dem Gipfel befindet sich eine Moschee aus dem 12. Jahrhundert und die Kapelle der heiligen Dreifaltigkeit, welche im Jahre 1934 auf den Ruinen einer unter Kaiser Justinian I. im Jahre 532 erbauten Kapelle errichtet wurde. Im Winter kann es auf dieser Höhe auch zu Schneefällen kommen, was bei einem Aufstieg mit ungenügender Ausrüstung gefährlich sein kann.

Der Berg wird von Pilgern und Touristen gerne gegen Ende der Nacht im Dunkeln – zeitweise in großem Gedränge – bestiegen, um auf dem Gipfel den Sonnenaufgang zu erleben.

Religiöse Bedeutung

Der Sinai gilt oft als Ort der Offenbarung Gottes, vor allem der Gabe der Zehn Gebote (2. Mose 34 u. ö.). In Psalm 68,9 wird Gott geradezu mit dem Sinai gleichgesetzt (hebräisch: zä Sinai, der (vom) Sinai). Als Berg der Gottesoffenbarung wird des Öfteren auch der Horeb genannt, der mit dem Sinai identisch zu sein scheint.

Geografische Lage

Die genaue Lage des biblischen Sinai lässt sich nicht mehr mit Sicherheit bestimmen. Ab dem 4. Jahrhundert wurde der Berg Sinai mit dem Dschebel Musa (Moseberg) gleichgesetzt, an dessen Fuße seither Mönche leben und wo im 6. Jahrhundert das Katharinenkloster erbaut wurde. Felsinschriften aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. zeigen aber, dass sich dort ein Wallfahrtsheiligtum der Nabatäer befand.

Einer alternativen Erklärung zufolge soll der Berg Horeb/Sinai, wo laut der Bibel Mose die Zehn Gebote erhielt, der Berg Jabal Al Lawz in Saudi-Arabien sein. Bei dieser Lokalisierung stützt man sich auf Bibelstellen wie 2. Mose 19,18 (Vulkanausbruch?), 5. Mose 33,2 und Richter 5,4-5, wo der Sinai in Parallele zum Gebirge Seïr genannt wird. Dieses Gebirge liegt südöstlich des Toten Meeres, also östlich des Golfes von Akaba.

Weblinks

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