Eine Singularität bezeichnet in der Mathematik eine Stelle, an der ein mathematisches Objekt, z. B. eine holomorphe Funktion, ein ungewöhnliches Verhalten zeigt. An diesen Stellen kommt man mit den normalen Methoden nicht weiter. Singularitäten treten im Reellen sowie im Komplexen auf. Die erste Kategorisierung von Singularitäten findet man in der Funktionentheorie, dort sind es immer isolierte Singularitäten. Im Mehrdimensionalen brauchen Singularitäten nicht mehr isoliert zu sein.
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Es sei
eine offene Teilmenge,
, ferner sei f eine auf
holomorphe komplexwertige Funktion, also
(das heißt, z0 ist ein isolierter Punkt).
Dann heißt z0 isolierte Singularität von f.
Jede isolierte Singularität gehört einer der folgenden drei Klassen an:
eine unwesentliche Singularität bei z0 hat. Ist das k minimal gewählt, dann sagt man, f habe in z0 einen Pol k-ter Ordnung.Hebbare Singularitäten und Polstellen werden auch unter dem Begriff außerwesentliche Singularität zusammengefasst.
Der Typ der Singularität lässt sich auch an der Laurentreihe

von f in z0 ablesen:
Aussagen über die Eigenschaften holomorpher Funktionen an wesentlichen Singularitäten machen der Große Satz von Picard und als einfacherer Spezialfall davon der Satz von Casorati-Weierstrass.
Es sei
und z0 = 0.
kann durch f(0) = 3 stetig auf Ω fortgesetzt werden, also hat f bei 0 eine hebbare Singularität.
hat bei 0 einen Pol 1. Ordnung, weil
durch g(0) = 1 stetig auf Ω fortgesetzt werden kann.
hat bei 0 eine wesentliche Singularität, weil
für
für festes
stets unbeschränkt ist bzw. weil in der Laurentreihe um z0 unendlich viele Glieder nicht verschwinden, denn es gilt
.Ein Punkt x einer algebraischen Varietät oder allgemeiner eines Schemas heißt singulär oder eine Singularität, wenn der zugehörige lokale Ring nicht regulär ist. Für abgeschlossene Punkte algebraischer Varietäten ist dies äquivalent dazu, dass die Dimension des Zariski-Tangentialraumes größer als die Dimension der Varietät ist.