| Sissach | |
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| Basisdaten | |
| Kanton: | Basel-Landschaft |
| Bezirk: | Sissach |
| BFS-Nr.: | 2861 |
| PLZ: | 4450 |
| Koordinaten: | (628503 / 257390) |
| Höhe: | 376 m ü. M. |
| Fläche: | 8.87 km² |
| Einwohner: | 5758
(31. Dezember 2006) |
| Website: | www.sissach.ch |
| Karte | |
Sissach ist eine politische Gemeinde und zugleich Hauptort des gleichnamigen Bezirks des Kantons Basel-Landschaft in der Schweiz.
Inhaltsverzeichnis |
Senkrecht in eine rote und eine silberne Hälfte geteilt, darin je ein erhobener Arm in der umgekehrten Farbe
Das Wappen wurde 1944 vom Familienwappen derer von Sissach übernommen. Die Flaggenfarben der Gemeinde sind rot-weiss.
Sissach liegt eingebettet von stark bewaldeten Hügeln im Ergolztal. Von der Gemeindefläche sind 22.7% besiedelt, 29.6% dienen der Landwirtschaft, 47.3% sind bewaldet und 0.3% sind unproduktiv.
Die ständige Wohnbevölkerung hat durch Zuwanderung und Geburtenüberschuss seit 1992 um 7.1% zugenommen.
Die SVP gewann bei den letzten Wahlen 24.3%, die SP 21%, die FDP 20.7%, die Grüne 23.9%, die CVP 2.5% und die EVP 3.1% der Wählerstimmen. 4.5% der Stimmen gingen an andere Parteien.
Sissach liegt an der SBB-Linie 500 von Basel nach Olten, auch Hauensteinlinie genannt. Sissach wird zweimal stündlich von der S3 nach Basel bzw. Olten und zweimal von den Interregios nach Basel und abwechselnd Aarau-Zürich bzw. Olten-Zofingen bedient. Nicht vergessen werden darf die S9 mit stündlicher Verbindung via Läufelfingen nach Olten.
Die alte Hauensteinlinie der Centralbahn über Läufelfingen nach Olten zweigt im Bahnhof Sissach von der Stammlinie ab. Südlich des Bahnhofes kann man noch das alte Lokdepot mit Drehscheibe und Wasserturm entdecken.
Von 1891 bis 1916, vor der Inbetriebnahme des Hauensteinbasistunnels, verband die Trambahn Sissach-Gelterkinden-Bahn Sissach mit der Gemeinde Gelterkinden.
Sissach ist ein wichtiger Ausgangspunkt von verschiedenen oberbaselbieter Buslinien, welche die umliegenden Dörfer an den öffentlichen Verkehr anschliessen.
Sissach liegt an der Hauptstrasse, welche vom Kantonshauptort Liestal über den Unteren Hauenstein nach Olten führt. Daneben hat die Gemeinde auch etwas westlich einen eigenen Autobahnanschluss an die A2 und ist daher mit dem Auto gut zu erreichen.
Im Jahr 1226 wurde Sissach als Sissaho erstmals urkundlich erwähnt.
Erste Spuren von Wohnstätten auf dem Burgenrain konnten in die Jungsteinzeit datiert werden. Für die Bronzezeit sind nördlich der Sissacher Flue Siedlungsreste zutage getreten. 600-100 v.u.Z. siedelten die Kelten im Burgenrain. Bei der Bützenen konnte ein römischer Gutshof festgestellt werden.
Einige Bedeutung hatte Sissach im 7. Jahrhundert.
Der Sisgau wurde 835 erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahre 1041 übertrug der nachmaliger Kaiser Heinrich III. (HRR) den Sisgau dem Bischof von Basel. Die Lehnsherren von Eptingen bauten die Burg Bischofstein, welche durch das Basler Erdbeben 1356 zerstört wurde. Die Stadt Basel kaufte in den Jahren 1461 und 1465 die Rechte und das Dorf Sissach.
Seit 1601 ist in Sissach eine Dorfschule dokumentiert, der Peter Zweibrucker als erster Lehrer vorstand.
Durch den Bau der Eisenbahnlinie 1855 erlebte Sissach einen wirtschaftlichen Aufschwung.
Das Schloss Ebenrain wurde in den Jahren 1774/75 für den Basler Fabrikanten Martin Bachofen-Heitz erbaut. Es ist heutzutage im Besitz des Kantons Basel-Landschaft und wird für Kunstausstellungen, Konzerte und Vorträge benutzt.
Das Warenhaus Cheesmeyer ist ein gut erhaltenes Beispiel für die Kaufhausarchitektur des frühen 20. Jahrhunderts. Der Bau aus dem Jahr 1901 wurde in das kantonale Inventar der geschützten Kulturdenkmäler aufgenommen.
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