Sisteron

Sisteron
Sisteron
Lage von Sisteron in Frankreich
Staat Frankreich
Region Provence-Alpes-Côte d'Azur
Département Alpes-de-Haute-Provence
Arrondissement Forcalquier
Kanton Sisteron (Chef-lieu)
Geographische Lage 44° 11′ N 05° 56′ O
Höhe 485 m
(448 m–1.145 m)
Fläche 50,25 km²
Einwohner
– mit Hauptwohnsitz
– Bevölkerungsdichte
(1999)
6.964 Einwohner
139 Einw./km²
Postleitzahl 04200
INSEE-Code 04209
Website http://www.sisteron.com/
Wahrzeichen Sisterons: Rippen aus hartem Kalkfels
Wahrzeichen Sisterons: Rippen aus hartem Kalkfels

Sisteron ist eine französische Gemeinde im Département Alpes-de-Haute-Provence und der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur. Sie gehört zum Arrondissement Forcalquier und ist der Hauptort des gleichnamigen Kantons Sisteron.

Der Name des Ortes wird mit einem stummen „e“ gesprochen. Im Provenzalischen sagt man Sisteroun.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Sisteron liegt am Ufer der Durance kurz hinter den Zuflüssen des Buëch und der Sasse, 135 Kilometer von Marseille und Grenoble entfernt, 180 Kilometer von Nizza. Der Ort trägt mit dem Beinamen "Porte de la Provence" liegt an der Grenze der Dauphiné zwischen zwei Gebirgszügen, Baume/Gache und den Montagnes de Lure/Moulard. Sisteron zieht durch sein Klima (300 Sonnentage im Jahr), seine artenreiche Landschaft, seine Gewässer und seinen Flughafen zahlreiche Touristen an.

Geschichte

Die Gegend seit rund 4000 Jahren bewohnt, Sisteron selbst war (unter dem Namen Segustero) in der Römerzeit eine Station auf der Via Domitia, die Italien mit dem Rhônedelta verband. Auf der Straße nach Authon sind noch Inschriften erhalten, die seinerzeit in den Felsen geschlagen wurden. Von der Völkerwanderung wurde Sisteron verschont, von den Sarazenen jedoch geplündert.

Im 6. Jahrhundert wurde der Ort Bischofssitz, im 11. Jahrhundert eine Festung der Grafen von Forcalquier. Als Teil der Grafschaft Provence war sie dessen Nordgrenze.

Sisteron kam 1483 an Frankreich, als die Provence per Testament an König Ludwig XI. vererbt wurde. In dieser Zeit war der Ort sechs Mal von Seuchen betroffen, denen zwei Drittel der Bevölkerung zum Opfer fielen. Von 1562 bis 1594, während der Hugenottenkriege, war Sisteron umkämpft und wurde zwei Mal belagert. Aus dieser Zeit stammen die aktuellen Mauern und die heutige Zitadelle, die durch Jehan Sarrazin errichtet wurden. Auf Befehl Richelieus wurde hier 1639 der Fürst Johann Kasimir von Polen eingesperrt.

Während der Französischen Revolution blieb Sisteron royalistisch – und ließ Napoléon Bonaparte bei seiner Rückkehr von Elba durchziehen, ignorierte ihn jedoch.

Sisteron ist der Geburtsort des Dichters Paul Arène (1843-1896).

Am 15. August 1944 wurde Sisteron von englischen und amerikanischen Flugzeugen bombardiert, wobei etwa 100 Bewohner der Stadt umkamen.

Siehe auch: Liste der Bischöfe von Sisteron

Kathedrale
Kathedrale

Sehenswürdigkeiten

  • Zitadelle
  • Kathedrale Notre-Dame des Pommiers (Unsere Liebe Frau von den Apfelbäumen), herausragendes Beispiel lombardisch-provenzalischer Architektur des 12. Jahrhunderts

Partnerstädte

Weblinks

Commons
Commons: Sisteron – Bilder, Videos und Audiodateien
Quelle:
Artikel Sisteron aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
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