Sitia

Hafen von Sitia
Hafen von Sitia
Stadtansicht vom Hafen aus
Stadtansicht vom Hafen aus

Sitia (griechisch Σητεία (f. sg.) ist nach Agios Nikolaos und Ierapetra mit 8.748 Einwohnern (Stand 2001) die kleinste der drei Städte im Osten Kretas.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Sitia ist Endpunkt der Europastraße 75. Sie ist das bäuerliche Zentrum der durch ausgedehnten Olivenanbau geprägten Region im Regierungsbezirk Lassithi. Touristischen Angebote sind vorrangig auf die Hafenpromenade begrenzt, weswegen die Stadt als eine der wenigen größeren Orte auf Kreta ihr typisches Gepräge erhalten konnte. Der auf einer Hochebene über der Stadt gelegene neue internationale Flughafen, der im Sommer 2004 seiner Bestimmung übergeben werden sollte, liegt immer noch brach und wird nur als Regionalflughafen für innergriechische Flüge genutzt (Stand: Juni 2007).

Geschichte

Archäologische Funde belegen eine Besiedelung seit ca. 1050 v. Chr. Laut Diogenes Laertios war Sitia die Heimatstadt des Myson, eines der Sieben Weisen. Ausgrabungen in der Umgebung (Agia Fotia, Praissos) belegen eine Besiedelung der Bucht in minoischer und hellenistischer Zeit. Venezianer legten die Stadt an, was sich noch heute in den rechtwinklig angeordneten Straßenführungen zeigt. Nachdem Stadt und Festung im 17. Jahrhundert zerstört wurden begann ein Neuaufbau erst wieder Mitte des 19. Jahrhunderts.

Berühmtester Sohn der Stadt ist der Dichter Vitsentzos Kornaros, der den Versroman Erotokritos verfasste. Das Werk gilt als bedeutendstes der frühneuzeitlichen kretischen Literatur.

Sehenswürdigkeiten

Museen

Zu den Sehenswürdigkeiten zählen:

  • das Archäologisches Museum Sitia, wo Funde aus den Ausgrabungsstätten Ostkretas gezeigt werden. Vom Neolithikum bis zur römischen Zeit werden Objekte ausgestellt, hauptsächlich auch aus Kato Zakros.
  • das venezianische Kastell Kasarma, ursprünglich von Kreuzfahrern errichtet, um - und ausgebaut während der venezianischen Besetzung der Insel. 1651 zerstörten die Besitzer das Kastell, um es nicht in die Hände der Türken fallen zu lassen. Es liegt am höchsten Punkt der Stadt.
  • das Folklore Museum zeigt traditionelle Haushaltsgeräte und Arbeitswerkzeuge, sowie Erzeugnisse aus heimischer Handwerksproduktion

Archäologische Stätten im Bezirk Sitia

Naturschauplätze im Bezirk Sitia

Weblinks

Quelle:
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