| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Thüringen | |
| Landkreis: | Saalfeld-Rudolstadt | |
| Verwaltungsge- meinschaft: |
Mittleres Schwarzatal | |
| Koordinaten: | 50° 38′ N, 11° 10′ O | |
| Höhe: | 305 m ü. NN | |
| Fläche: | 2,52 km² | |
| Einwohner: | 1034 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 410 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 07429 | |
| Vorwahl: | 036730 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SLF | |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 73 084 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Hauptstr. 40 07429 Sitzendorf |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Günther Gothe (Brauchtum) | |
Sitzendorf ist eine Gemeinde im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in Thüringen.
Inhaltsverzeichnis |
Sitzendorf ist ein etwa zwei Kilometer langes Straßendorf im Tal der Schwarza am Nordrand des Thüringer Schiefergebirges. Das Dorf liegt in etwa 320 Metern Höhe, die Hänge des Schwarzatal steigen jedoch zu beiden Seiten äußerst steil an (daher rührt auch die Legende vom Hanghuhn). Der Nordhang erreicht bei Sitzendorf eine Höhe von etwa 500 Metern ü. NN, der Südhang steigt bis 600 Meter ü. NN. an. In Sitzendorf münden von Norden der Hädderbach (Oberhainer Dorfbach) und der Blambach (Unterhainer Dorfbach) sowie die Sorbitz von Süden in die Schwarza.
Im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden: Allendorf - Schwarzburg - Unterweißbach - Oberhain
Sitzendorf gliedert sich in ein Ober- und ein Unterdorf. Das Oberdorf ist der kleinere Teil, es liegt rechts der Schwarza und beinhaltet neben dem Bahnhof des Ortes auch den Ortsteil Blechhammer. Das Unterdorf ist der größere Teil, es liegt links der Schwarza an der Hauptstraße des Ortes. Dort befinden sich auch Ortsverwaltung und Kirche.
Am 19. November 1370 wurde die Gemeinde in einer Erbteilungsurkunde als Syczedorff erstmalig urkundlich erwähnt. Die Namensgebung von Sitzendorf (Syczedorff) geht wahrscheinlich auf einen Grafen Sizzo von Kefernburg zurück, der im 11. Jahrhundert lebte und der als Stammvater des Schwarzburger Grafengeschlechts gilt.
Von 1370 bis heute hat sich die Schreibweise des Ortsnamens mehrfach geändert:
Sitzendorf ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Mittleres Schwarzatal mit den Orten Allendorf, Bechstedt, Döschnitz, Dröbischau, Mellenbach-Glasbach, Meura, Oberhain, Rohrbach, Schwarzburg, Unterweißbach und Wittgendorf.
Der Rat der Gemeinde Sitzendorf besteht aus 12 Ratsfrauen und Ratsherren.
(Stand: Kommunalwahl am 27. Juni 2004)
Der ehrenamtliche Bürgermeister Günther Gothe wurde am 27. Juni 2004 gewählt.
Das Geotop bei Sitzendorf, am Eingang zum Sorbitztal: Das Geotop bei Sitzendorf ist vor 480 Mio. Jahren im Ordovizium durch Meeresablagerungen entstanden. Im Karbon, vor etwa 340 Mio. Jahren wurde es während der variszischen Gebirgsbildung schräggestellt und gefaltet. Das bei Geologen weltweit bekannte Geotop (360 m ü.NN) gibt einen Einblick in die Tektonik und Stratigraphie des Schwarzburger Sattels mit seinen goldhaltigen Quarzgängen in der Schwarza. Es zeigt heute eine sehr anschauliche Treppen- und Knickfaltung.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind auf dem Naturlehrpfad Heinrich Cotta zu erwandern.
Das Rasselbockfest findet jährlich am 30. April/1. Mai statt.
Die Kirmes, welche jährlich am 3. Septemberwochenende stattfindet ist ebenso ein traditioneller Höhepunkt wie das Badfest im Juni.
Unter Federführung von Kirmes- und Feuerwehrverein beteiligen sich auch andere Vereine des Ortes an der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltungen. Ein kulinarischer Höhepunkt ist der Anfang Oktober stattfindende Lawerworschtkongreß (Leberwurstkongress), bei dem der Lawerworschtkönig gekrönt wird.
In Sitzendorf gab es früher bedeutende Porzellanindustrie, heute setzt sich diese Tradition in der Sitzendorfer Porzellanmanufaktur fort, die vor allem Souvenirs für die Touristen, die das Schwarzatal besuchen, produziert. Des weiteren gab es früher auch in Sitzendorf (wie in allen anderen Orten im Schwarzatal) verschiedene Hammerwerke in denen Bergbauerzeugnisse verarbeitet wurden. In den 1950er Jahren wurde die Köhlerei an der Pocherbrücke aufgegeben.
Sitzendorf war von jeher eng mit dem Erzbergbau im Schwarzatal verbunden. Wann der Abbau der Goldlagerstätten begann ist nicht mehr genau bekannt. 1530 waren im Schwarzatal 20 Gewerkschaften mit Seifenwerken beliehen. Eine große Zahl von Berichten vom Ende des Dreißigjährigen Krieges bis in unsere Zeiten beweist, dass auch noch in späteren Zeiten immer wieder Bestrebungen zur Wiederbelebung der einst ausgedehnten mittelalterlichen Goldwäschereien im Gebiet des Schwarzatal vorhanden gewesen waren. Von Interesse ist der Fund einer reicheren Goldstufe im anstehenden Felsen an der Pocherbrücke zwischen Schwarzburg und Sitzendorf im August 1800.
Sitzendorf besitzt Straßenverbindungen nach Bad Blankenburg und Katzhütte durch das Schwarzatal sowie Straßen nach Rohrbach und Unterweißbach.
Seit 1900 hat der Ort einen Bahnanschluss an der Schwarzatalbahn Katzhütte - Rottenbach.
Die Kirchgemeinde Sitzendorf gehört zum Kirchspiel Döschnitz mit den Kirchgemeinden Döschnitz, Meura und Sitzendorf.
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Wanderweg zum Ziegenberg |
Begegnung auf dem Quittelsberg |
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