Sitzfleisch

Sitzfleisch - die Bezeichnung für das Gesäß beim Sitzen oder Niedersetzen - ist in bestimmten Situationen besonders wichtig:

  • wenn man Geduld braucht - etwa um etwas auszusitzen, oder
  • als Pilot eines Segel- oder anderen kleinen Flugzeuges, wenn es in der Luft mal etwas turbulenter zugeht. Die Sitzbacken (mediz. "Gesäßmuskeln") sind nämlich voll der feinsten Nervenenden, die als Muskelsinn auch anderwärts für gut kontrollierte Haltung und Bewegung sorgen.

Daher spürt man die vertikalen Luftbewegungen viel früher im Pilotensitz, als auch ein gutes Variometer anzeigt - und kann auch rasch, fast instinktiv darauf reagieren. Auch um einen „Bart“ - den für Segelflieger so wichtigen Aufwind - zu finden, ist unverzügliche Reaktion dank des Sitzfleisches möglich (nämlich die rasche Kurve zur hochgehobenen Seite hin).

Literatur

  • Keith Read, Flugmedizin für Luftfahrer, R.Schmidt & Co, Braunschweig 1974
  • Paris, Rainer: Diktatur des Sitzfleisches. In: Paris, Rainer: Normale Macht. Soziologische Essays. UVK, Konstanz 2005, S. 61-64
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