Skandinavisches Verteidigungsbündnis

Die Nordischen Länder
Die Nordischen Länder

Unmittelbar nach Abschluss des Zweiten Weltkrieges wurde in den Nordischen Ländern die Idee eines Skandinavischen Verteidigungsbündnis, das die Nordischen Länder Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland umfassen sollte, diskutiert. Hintergrund waren die Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges. Die sich traditionell neutral verhaltenen nordischen Länder Dänemark und Norwegen wurden von Deutschland besetzt, während sich Finnland im Konflikt um Karelien von der Sowjetunion bedroht sah. Schweden war als einziges nordisches Land nicht unmittelbar vom Krieg betroffen gewesen. Zur Initiierung des Bündnis wurde ein zwischenstaatliche Arbeitsgruppe eingesetzt.

Die Idee einer nordischen Verteidigungsbündnis wurde aber bald wieder aufgegeben, weil sich zum einen zeigte, dass die Sowjetunion (die eine gemeinsame Grenze von über von 1300 km mit Finnland hatte) die Teilnahme Finnlands an diesem Bündnis nicht akzeptiert hätte und zum anderen, weil der Kalte Krieg die weiteren Verhandlungen zwischen den verbliebenen Ländern überschattete. Norwegen entschied sich für einen Anschluss an das westliche Verteidigungsbündnis NATO. Das verbleibende Schweden entschied sich für eine Neutralitätspolitik, während Dänemark dem Beispiel Norwegens folgte. Auffallend ist, dass die beiden von Nazi-Deutschland besetzen Länder der NATO beitraten, während das unbesetzt gebliebene Schweden die Neutralität vorzog.

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