Skandinavismus

Skandinavismus ist die Bezeichnung für eine politische Bewegung, die im 19. Jahrhundert eine Vereinigung der skandinavischen Länder anstrebte.

Hintergrund dieser Bewegung war die Sorge vor einem von Deutschland ausgehenden Pangermanismus und die Angst vor einer Expansion des Zarenreiches. Die Bewegung wurde hauptsächlich von Akademikern, Studenten und Künstlern getragen. Einen Höhepunkt erreichte sie während der deutsch-dänischen Kriege der Jahre 1848 - 1850 sowie 1864, als schwedische und norwegische Freiwillige auf der Seite Dänemarks gegen Preußen in den Krieg um Schleswig zogen.

Im Zweiten Weltkrieg kam der Begriff in der schwedischen Öffentlichkeit erneut auf bei Diskussionen über eine Politik gegenüber Deutschland bzw. den von Deutschland besetzten Nachbarländern Norwegen und Dänemark. Zunächst verhielt sich Schweden neutral. Nach der Niederlage der deutschen Truppen in Finnland Ende 1944, dem sowjetisch-finnischen Waffenstillstand und dem sowjetischen Vormarsch in Nordnorwegen entschloss sich Schweden, doch noch Truppen zur Befreiung Norwegens und Dänemarks in Marsch zu setzen, wozu es jedoch 1945 nicht mehr kam.

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