Das Fahren mit einem Skibob, auch Snowbike genannt, ist eine seit 1892 betriebene Wintersportart.
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1892 ließ sich der Amerikaner John C. Stevens einen einspurig gelenkten Schlitten patentieren und gilt damit als der geistige Vater des Skibob. Als zweite Grundlage für dieses neue Wintersportgerät wird das 1911 in Grindelwald (Schweiz) patentierte Velogemel angesehen; die Sportart wird umgangssprachlich auch als Skibobbing bezeichnet.
Erst in den späten 1940er Jahren wurde aus dem einspurig gelenkten Schlitten ein brauchbares Sportgerät, als der Deutsche Georg Gfeller und der Österreicher Engelbert Brenter fast zeitgleich, jedoch unabhängig voneinander, den heutigen Grundaufbau schufen.
Der Internationale Verband der Skibobfahrer (Fédération International de Skibob, FISB) wurde 1961 in Innsbruck gegründet und hat seinen Sitz in Eugendorf. 1992 hatte der Verband 20 Mitgliedsländer mit insgesamt ca. 30.000 Sportlern.
Von 1963 bis 1986 gab es Europameisterschaften, seit 1967 werden Weltmeisterschaften ausgetragen. Die meisten Sieger kommen aus der Schweiz, Österreich und in den letzten Jahren aus Tschechien. Auch deutsche Sportler bestiegen bereits mehrfach das Siegertreppchen, vor allem im Zeitraum 1971 bis 1989.
Die Disziplinen-Einteilung entspricht der der alpinen Skidisziplinen mit Slalom, Parallelslalom, Riesenslalom, Super-G, Abfahrt, Kombination. Frauen und Männer sind am Start. Es gibt auch Hochgeschwindigkeitsfahren, dabei erreichte Romuald Bonvin aus der Schweiz (der auch Vorsitzender des Schweizer-Skibob-Verbandes ist) am 17. April 2003 auf einer speziellen Piste in Les Arcs 201,580 km/h.
Ein Skibob ist gemäß FISB ein technisch ausgereiftes einspuriges Sportgerät, mit dem Skipisten sitzend und mit angeschnallten Fußskiern befahren werden können. Die Bestandteile sind der Metallrahmen, Lenker, Sitzbank, Vorder- und Hinterski und zwei kurze Fußskier – der Skibob ist damit eigentlich dreispurig. In Großbritannien heißt dieses Sportgerät Skibike. Die wichtigsten Parameter des Skibobs (mit dem durchschnittlich Abfahrtsgeschwindigkeiten bis zu 100 km/h erreicht werden) für den Rennsport sind:
Auf die Entwicklung und den Vertrieb von Skibobs für den Leistungssport haben sich die schweizerische Firma Flachsmann sowie die österreichische Firma Stalmach-Group spezialisiert, die fast alle europäischen Verbände beliefern.
Die Skibobs sind leicht für den Behindertensport anzupassen. Für den Massensport gibt es einen Tourenskibob, der 1,80 bis 2,10 m lang sein kann und 7 bis 12 kg schwer ist.
Elastische und atmungsaktive Oberbekleidung, Schutzhelm, Handschuhe und Skischuhe werden getragen.