Der Skisprung-Weltcup ist eine von dem Skisport-Weltverband FIS während des gesamten Winters ausgetragenen Reihe von etwa 30 Wettbewerben im Skispringen und Skifliegen.
Der Skisprung-Weltcup findet vor allem in Nord- und Mitteleuropa statt, einzelne Veranstaltungen werden aber auch in Japan und den USA ausgetragen. Die Weltcup-Wettbewerbe werden in einer Gesamtwertung zusammengefasst, die nach dem FIS-Punktesystem berechnet wird.
Die bekanntesten Weltcup-Wettbewerbe sind derjenige auf dem norwegischen Holmenkollen in Oslo sowie die Vierschanzentournee. Einige der Weltcup-Wettbewerbe finden auf größeren Skiflug-Schanzen statt. Neben den Einzelwettbewerben finden auch nach Nationen ausgetragene Teamkonkurrenzen statt. Skisprung-Konkurrenzen bei der Nordischen SKi-WM oder den Olympischen Winterspielen zählen dagegen nicht zum Weltcup.
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Seit 1994 gibt es auch eine kürzere Wettkampfserie im Sommer, den auf Mattenschanzen ausgetragenen Sommer-Grand Prix. Neben dem Weltcup bietet die FIS für Nachwuchsspringer noch zwei weitere Wettkampfserien an: den Continentalcup, früher Interkontinentalcup, sowie den FIS-Cup.
Zu Beginn eines Weltcupspringens findet in der Regel ein offizielles Trainig statt. Um an einem Rahmen des Weltcups ausgetragenen Skispringen teilzunehmen zu können, müssen sich die Athleten zunächst qualifizieren. Teilnahmeberechtigt an der Qualifikation sind Sportler, die entweder irgendwann bereits Weltcup-Punkte oder Sommer-Grand-Prix-Punkte erzielt haben, oder in der aktuellen Saison oder der Vorsaison mindestens einen Punkt im Continental Cup erhalten haben. Die Anzahl der möglichen Starter einer Nation ist durch eine Quotenregelung beschränkt. Dadurch nehmen normalerweise etwa 65 bis 70 Springer an der Qualifikation teil. In dieser wird das Starterfeld auf 50 Athleten reduziert. Die 15 führenden im Gesamtweltcup gelten als vorqualifizert.
Wenn der Qualifikationsdurchgang bereits am Tag vor dem eigentlichen Springen durchgeführt wurde, oder aus Witterungsgründen gar nicht stattfinden kann (dann dürfen alle Springer am Wettbewerb teinehmen), so findet vor dem ersten Wertungsdurchgang ein Probedurchgang statt.
Die besten 30 Springer des ersten Durchgangs treten nochmals im zweiten Wertungsdurchgang an. Die Punkte des ersten und zweiten Durchgangs (jeweils bestehend aus Weite und Haltungsnoten) werden addiert, um das Resultat des Springens zu ermitteln. Aus Witterungsgründen kann die Jury auf die Aurichtung des zweiten Durchgangs verzichten, dann wird das Ergebnis des ersten Durchgangs als Endergebnis gewertet.[1]
Für die Saison 2005/2006 hat die FIS folgende Preisgelder festgesetzt: Bei Einzelwettbewerben werden 70.000 Franken unter den besten 10 Springern, bei Teamwettbewerben 50.000 Franken unter den besten 3 Teams wie folgt aufgeteilt:
| Rang | Einzel | Team |
|---|---|---|
| 1. | 30.000 | 24.000 |
| 2. | 15.000 | 16.000 |
| 3. | 10.000 | 10.000 |
| 4. | 6.000 | |
| 5. | 3.000 | |
| 6. | 2.000 | |
| 7.-10. | 1.000 |
Der FIS Ladies Grand Prix besteht aus vier Einzelspringen in Baiersbronn, Schönwald im Schwarzwald, Saalfelden und Breitenberg. Die Gesamtwertung erfolgt ähnlich der Vierschanzentournee durch Addition der Einzelergebnisse. Zusätzlich zu diesen Springen wird an einem der vier Stationen ein Teamspringen ausgetragen.
Ausnahmen von diesem Ablauf gab es nur 1999 als mit Braunlage ein fünftes Einzelspringen, jedoch kein Teamspringen ausgetragen wurde, und 2001 als das Einzel- und Teamspringen in Saalfelden ausfiel und die Teamwertung durch Addition der Einzelspringen erfolgte.
Der FIS Continental Cup wurde 2005 eingeführt und umfasst in der Wintersaison 2006/07 16 Einzel- und einen Teamwettbewerb. Die Wertung erfolgt durch das FIS-Punktesystem.
| Saison | Einzel | Team | Continental Cup |
|---|---|---|---|
| 2007 | |||
| 2006 | |||
| 2005 | |||
| 2004 | |||
| 2003 | |||
| 2002 | |||
| 2001 | |||
| 2000 | |||
| 1999 | nicht ausgetragen |
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