Die Skulpturensammlung in Dresden ist eine Sammlung von Bildhauerwerken aus fünf Jahrtausenden. Die Antikensammlung ist mit etwa 1.100 bedeutenden Skulpturen eine der größten Antikensammlungen außerhalb Italiens. Neben den Skulpturen gehörten einst auch Vasen, Bronzen und ägyptische Mumien zur Sammlung.
Die Skulpturensammlung gehört zu den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und ist seit 1889 im Albertinum untergebracht.
Die Sammlung hat ihren Ursprung in der um 1560 gegründeten kurfürstlichen Kunstkammer. Bei der Ausgliederung eigenständige Sammlungen, die ab 1707 unter August dem Starken durchgeführt wurden, entstand im Jahr 1728 auch die Skulpturensammlung unter dem Namen Antiken-Kabinett. Durch die Sammel-Leidenschaft August des Starken wurde Dresden zur ersten deutschen Stadt mit einer großen Antikensammlung nach italienischem Vorbild. Dazu sandte der Kurfürst Agenten nach ganz Südeuropa für den Aufkauf antiker Marmorskulpturen. Im Jahr 1928 konnten in Rom aus dem Nachlass von Fürst Agostino Chigi eine umfangreiche Antikensammlung, bestehend aus 160 Skulpturen, und aus der Sammlung von Kardinal Alessandro Albani 34 Werke erworben werden.
Im Jahr 1736 gelang in Wien der Erwerb von drei Frauenstatuen, der „Herkulanerinnen“, aus dem Nachlass von Prinz Eugen von Savoyen.
Mit dem Ankauf von 833 Gipsabgüssen im Jahr 1783 aus dem Nachlass des Malers Anton Raphael Mengs eine Abguss-Sammlung. Diese wuchs schnell auf 4.700 Abgüsse an, die in erster Linie Werke der griechischen und römischen Antike wiedergeben.
Mitte des 19. Jahrhunderts wurde erneut eine größere Anzahl Skulpturen erworben, darunter viel antike Kleinkunst und zahlreiche Einzelstücke sowie einige komplette Sammlungen. Der seit 1882 neue Direktor der Sammlung
Als Nachfolger von Hermann Hettner wurde im Jahr 1882 Georg Treu zum Direktor der Skulpturensammlung ernannt. Dieser begründete mit dem Museum eine angesehene Stätte wissenschaftlicher Forschung. Außerdem eröffnete er mit dem Ankauf von antiker Kleinkunst und griechischen Originalskulpturen neue thematische Sammelgebiete. Auch konnte Treu mit viel Engagement die Sammlung wesentliche erweitern. So konnte er durch den Kontakt mit den bedeutenden zeitgenössischen Bildhauern wie Auguste Rodin und Constantin Meunier große Kollektionen erwerben.
Nachdem das ehemalige Zeughaus an der Brühlschen Terrasse zwischen 1884 und 1889 in ein Archivgebäude und Museum (Albertinum) umgebaut wurde, zog hier die Skulpturensammlung ein. Das Museum wurde seit dieser Zeit auch so bezeichnet, weil der Name „Antiken-Kabinett“ durch die zahlreichen zeitgenössischen Neuerwerbungen nicht mehr zutreffend war. Bisher befand sich die Sammlung im Jabanischen Palais.
Nach Georg Treu übten Paul Herrmann, Bruno Schröder und Walter Müller das Direktorenamt aus. Sie bauten unter anderem eine große Abteilung deutscher und französischer Gegenwartskunst auf.
Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden 24 Skulpturen der modernen Abteilung aufgrund der Aktion „Entartete Kunst“ beschlagnahmt und die meiste davon ins Ausland verkauft.
Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde das Museum geschlossen. Die Skulpturen sind später gemeinsam mit anderen Kunstschätzen aus Dresden ausgelagert worden. Mit Ausnahme einiger Großgipse überstand die Sammlung den Krieg ohne nennenswerte Verluste. Nach Kriegsende gelangte sie durch die Sowjetische Besatzungsmacht zunächst nach Moskau. Im Jahr 1958 erhielt Dresden die Skulpturen zurück.
Die erste größere Ausstellung der Skulpturensammlung eröffnete 1969 im Erdgeschoss des Albertinums in der wiedererhergestellten Renaissance-Halle, die noch vom Vorgängerbau, dem Zeughaus stammt.
In der Zeit der DDR erwarb das Museum zahlreiche bedeutende Werke der Gegenwartskunst, aber auch Skulpturen aus der Zeitspanne von der griechischen Antike bis zum 19. Jahrhundert.
Eine Auswahl der Skulpturen aus der Neuzeit ab dem 17. Jahrhundert ist, nach Kunstepochen geordnet, den Gemälden in der Galerie Neue Meister zugesellt. Die Gipsabguss-Sammlung war bis zum August 2002 als Schaudepot in den Kellergewölben des Albertinums öffentlich zugänglich, musste aber während des Hochwassers im August 2002 geräumt werden und war danach zum großen Teil in der Antikenhalle aufgestellt.
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