| Skyguide, Société Anonyme Suisse pour les Services de la Navigation Aérienne civils et militaires[1] | |
|---|---|
| Unternehmensform | Aktiengesellschaft |
| Gründung | 1996[2] |
| Unternehmenssitz | Meyrin, Schweiz |
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Francis Schubert |
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| Mitarbeiter | 1184 (2006)[3] |
| Umsatz | 341 Mio. CHF (2006) |
| Branche | Luftfahrt |
| Produkte | Luftverkehrssicherung |
| Website | www.skyguide.ch |
Skyguide (offiziell Schweizerische Aktiengesellschaft für zivile und militärische Flugsicherung, englisch Swiss Air Navigation Services Ltd.) ist die Flugsicherungsgesellschaft, die den Schweizer Luftraum überwacht.
Sie ist eine privatrechtliche Schweizer Aktiengesellschaft, die im Auftrag der Eidgenossenschaft für die Sicherheit im gesamten Luftraum der Schweiz, sowie Teilen der Nachbarländer Deutschland und Frankreich verantwortlich ist. Im Schweizer Luftraum umfasst dies sowohl die zivile, als auch die militärische Flugsicherung.
Skyguide nahm Anfang 2001 unter der Führung von Alain Rossier als Nachfolgerin der früheren Swisscontrol ihren Betrieb auf und untersteht der Aufsicht des UVEK. Hauptaktionärin mit über 99 Prozent der Anteile am Skyguide-Aktienkapital ist die Eidgenossenschaft, die auch entsprechend im Verwaltungsrat vertreten ist. Bei Skyguide arbeiten rund 1200 Mitarbeiter, davon etwa zwei Drittel im Bereich der Flugsicherung, die übrigen mehrheitlich in der Verwaltung. Seit der Freistellung von Alain Rossier am 15. Dezember 2006 wird Skyguide interimistisch von Francis Schubert geleitet.
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Wichtige Partner von Skyguide sind die International Civil Aviation Organization (ICAO), Eurocontrol (Europäische Organisation zur Sicherung der Luftfahrt) und die Civil Air Navigation Services Organization (CANSO). In Belgien besitzt Skyguide ausserdem seit Ende 2000 eine Tochtergesellschaft namens Skynav, das der Verbindung zur Europäischen Union dient.
Skyguide überwacht pro Jahr rund eine Million Flugzeuge respektive etwa zwei Millionen Flugbewegungen. 2002 zählte Skyguide insgesamt 1'059'555 Instrumentenflüge, wobei 626'791 davon ohne Start oder Landung den Luftraum durchquerten. Die Einnahmen betrugen 2002 306 Millionen Franken bei Ausgaben von 292 Millionen Franken, womit ein Gewinn von 14 Millionen Franken resultierte.
Die wichtigsten Standorte sind die beiden Area Control Center (ACC) am Flughafen Zürich und am Flughafen Genf in Cointrin, wo sich auch der administrative Hauptsitz von Skyguide befindet. Für 2008 ist geplant das Terminal Control Center Zürich in Neubauten am Militärflugplatz Dübendorf zu verlegen. Noch 2006 sollte in Genf die UAC (Upper Area Control) in Betrieb genommen werden. Diese für 2006 geplante Inbetriebsetzung der UAC ist wegen mangelhafter Safety Dokumentation durch das BAZL sistiert worden.
Weitere Standorte von Skyguide befinden sich am Flughafen Bern-Belp, am Flughafen Lugano-Agno, am Flughafen St. Gallen-Altenrhein, am Flugplatz Grenchen und an zahlreichen militärischen Flugplätzen. Kleinere, mehrheitlich militärisch genutzte Standorte sind Alpnach, Dübendorf, Emmen, Locarno, Meiringen, Payerne und Sion. Am Aéroport les Eplatures ist die Flugsicherung an den Flugplatzbetreiber delegiert.
Am 1. Januar 1931 beauftragte die Eidgenossenschaft die damalige Radio Schweiz AG (RSAG) mit der Flugsicherung in der Schweiz. Die RSAG war am 23. Februar 1922 als Marconi Radio AG zur Entwicklung der drahtlosen Telegraphie gegründet worden, nachdem der Erste Weltkrieg die Bedeutung dieser Art von Telekommunikation aufgezeigt hatte. Am 10. Mai 1928 hatte sich die Marconi Radio AG in RSAG umbenannt, um ihren schweizerisch-nationalen Charakter zu betonen.
Bis Ende des Zweiten Weltkriegs bediente die RSAG vor allem die telegraphischen Kommunikationsbedürfnisse der Eidgenossenschaft. Erst am 21. Dezember 1948 begann die RSAG nach einer Vereinbarung mit der Eidgenossenschaft, wonach diese und die Flughäfen die Kosten der Flugsicherung tragen, mit der Überwachung des Luftraums.
Per 1. Januar 1988 wurden die Flugsicherungs-Aktivitäten der RSAG restrukturiert und waren neu im staatlichen Unternehmen Swisscontrol mit Sitz in Bern beheimatet. 1996 wurde die Swisscontrol als Aktiengesellschaft privatisiert und verlegt ihren Sitz nach Meyrin bei Genf, wo sie seit 1998 am Flughafen Cointrin ein eigenes Gebäude besitzt.
Anfang 2001 wurde die bisher getrennte zivile und militärische Flugsicherung unter dem neuen Namen Skyguide in einer Unternehmung vereinigt. Skyguide verwaltet damit als erste Flugsicherung in Europa den gesamten Luftraum eines Landes.
Am 15. März 2006 untersagte das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) dem Flugsicherungsunternehmen Skyguide, das gesamtschweizerische Kontrollzentrum «Upper Airspace Control Center Switzerland» für den oberen Luftraum in Genf in Betrieb zu nehmen. Am 3. April 2006 wurde der interne detaillierte Bericht des BAZL vorgelegt, der die groben Versäumnisse von Skyguide auflistet: