| Slade | |
|---|---|
| Gründung | 1966 als N'Betweens |
| Auflösung | 1992 |
| Wiedervereinigung | 1993 als Slade II |
| Genre | Glam-Rock |
| Website | http://users.swing.be/amazingslade/ |
| Gründungsmitglieder | |
| Gesang, Gitarre | Noddy Holder (bis 1992) |
| Gitarre | Dave Hill |
| Bass | Jim Lea (bis 1992) |
| Schlagzeug | Don Powell |
| Aktuelle Besetzung | |
| Gesang, Gitarre | Mal McNulty (seit 2005) |
| Gitarre | Dave Hill |
| Bass | John Berry (seit 2003) |
| Schlagzeug | Don Powell |
| Ehemalige Mitglieder | |
| Gitarre | Steve Makin (1993) |
| Bass | Craig Fenny (1993) |
| Bass | Trevor Holliday (1993–2000) |
| Gesang, Gitarre | Steve Whalley (1993–2005) |
| Bass | Dave Clover (2000–2003) |
Slade ist eine Glam-Rock- und Hard-Rock-Band aus Wolverhampton, einer Industriestadt in den englischen Midlands. Mit 16 Top Twenty Hits, sechs davon Nummer 1, drei Nummer 2 und zwei Nummer 3, sind sie bis heute die zweiterfolgreichste britische Band, gleich nach den Beatles.
Inhaltsverzeichnis |
Im Jahr 1964 gründeten der Gitarrist Dave Hill (bürgerlich David Hill) und der Schlagzeuger Don Powell (bürgerlich Donald George Powell) zusammen mit Mick Marson und John Howells die Gruppe The Vendors. Kurze Zeit später erschien schon die erste Dave Hill / John Howells Komposition „Don't Leave Me Now“ als Eigenproduktion. Ein Jahr später wurde die Band umbenannt in die 'N Betweens, und für den französischen Markt wurde eine EP produziert. 1966 stieß Sänger und Gitarrist Noddy Holder (bürgerlich Neville John Holder) hinzu. Kurz danach kam der Multiinstrumentalist Jim Lea (bürgerlich James Whild Lea - Bass, Geige, Keyboard) zu den 'N Betweens hinzu.
Zu dieser Zeit begleitete die Band den Sänger Johnny Howells und spielte Rock'n'Roll-, vorwiegend Chuck Berry- und Motown-Stücke nach. Im April 1966 trennte sich die Gruppe von ihrem Sänger und Noddy Holder übernahm diese Position. Die Gruppe erlangte innerhalb weniger Wochen lokale Bekanntheit. Während eines Ausflugs in den Tiles Club auf der Oxford Street in London nahm der amerikanische Produzent Kim Fowley zu ihnen Kontakt auf. Schon wenig später wurde die Single „You Better Run“ veröffentlicht und avancierte zur Nummer 1 in den Wolverhampton Charts. Kim Fowley verlor jedoch schon wenig später das Interesse an der Band, zumal eine zusätzlich produzierte Promosingle in den Vereinigten Staaten keine Beachtung fand.
Am 18. Mai 1968 brach die Band zu einem achtwöchigen Clubengagement auf den Bahamas auf. Ihre Hotelrechnung wurde vom Club jedoch nur für zwei Wochen bezahlt, weil der Hotelbesitzer gewechselt hatte und sie hauptsächlich für den schwarzen Teil der Bevölkerung spielten, womit ihr Gastgeber kein Geld verdiente. Daher wurde ihnen nach sechs Wochen eine Rechnung über 35.000 $ vorgelegt, die die Band nicht begleichen konnte. Da der neue Hotelmanager Dan Darrow mit ihren musikalischen Leistungen aber recht zufrieden war, verpflichtete er sie noch auf unbestimmte Zeit, um sie ihre Schulden begleichen zu lassen. In dieser Zeit erweiterten die 'N Betweens ihr Repertoire erheblich und auch der Zusammenhalt der Band wurde gestärkt. Erst Ende August konnten sie letztendlich die Bahamas verlassen.
Aus den 'N Betweens wurde 1969 Ambrose Slade. Mittlerweile erlangten sie als gute Liveband Bekanntheit, und so wurde auch Chas Chandler auf sie aufmerksam. Der Ex-Animal und Hendrix-Entdecker wurde ihr neuer Manager und Produzent. Chandler arbeitete gerade im Büro von Robert Stigwood und kümmerte sich um eine Band namens „Fat Mattress“, als das Telefon klingelte und einer von Stigwoods Informanten von einer Gruppe namens Ambrose Slade erzählte, die am Abend im Londoner Rasputin Club spielen sollte. Chandler war zunächst skeptisch, weil er den Club nicht sonderlich schätzte. Auf der Bühne konnte ihn die Band aber doch überzeugen. Der Bandname wurde zu Slade verkürzt, und die Musiker trugen jetzt trotz Widerwillen auf Chandlers Anweisung hin Bühnenkleidung im Stil der damals aktuellen Skinhead-Mode, was sie in eine skandalumwitterte Pionierposition bringen sollte. Aber die Clubbesitzer weigerten sich, die Band auftreten zu lassen - sie befürchteten Schlägertypen im Publikum bei ihren Konzerten. Daraufhin orientierten sich Slade am braven 40er Jahre Look des damals recht populären Sängers und Songwriters Gilbert O' Sullivan. Chandler überredete sie, sich auf eigenes Material zu konzentrieren, eine Aufgabe, um die sich - nach einigen Experimenten mit wechselnden Partnerschaften - von da an Lea und Holder kümmerten. Zwar schaffte es ihr zweites Album Play It Loud (1970) unter dem neuen Namen Slade nicht in die Charts, verkaufte sich über die Jahre verteilt aber dennoch recht gut, zumal die spätere Nummer 1 „Sladest“ aus dem Jahre 1973 auf Titel dieser Low-Budget-Scheibe zurückgriff. Drummer Don Powell spielte hier noch eine bedeutende Rolle als Co-Autor. Nach vermehrten Touranstrengungen und den entsprechenden Radioeinsätzen kam 1971 schließlich die erste Slade-EP Get Down And Get With It in die englischen Charts. Sie erreichte immerhin Platz 16 (Record Retailer/Music Week). Die nächste Single Coz I Luv You erreichte Platz 1.
Die eigenwillige Titelschreibweise von Coz I luv you, die von nun an bei sehr vielen Slade-Singles verwendet wurde, geht auf den besonderen Lokalpatriotiosmus der Band zurück, die sich immer mit dem englischen Black Country und dem besonderen Akzent dieser Industrieregion der West Midlands verbunden fühlte, deren Einheimische sich oft vom Menschenschlag wie dem Akzent aus Birmingham (woher sog. Brummies, Spottname für die Einwohner Birminghams, stammen) abgrenzen.
Erst ab dem Oktober 1971 waren Slade aufgrund ihrer Kleidung der Glam Rock-Szene zuzurechnen. Von da an stürmten die Singles der Band bis Anfang 1976 nicht nur die englischen, sondern auch die europäischen Hitparaden - eine Erfolgsserie, wie sie es seit den Beatles nicht mehr gegeben hatte. Bis 1976 schafften es alle ihre Singles in die Top 20, sechs davon auf Platz eins. Ihr stampfender Sound, der teilweise röhrende Gesang von Noddy Holder und der genial eingemischte Hintergrundgesang, bei dem es schien, als ob ganze Fußballstadien den Song begleiten würden, machten einen Großteil der typischen Slade-Hits aus. Slades Vorband bei Liveauftritten zu dieser Zeit war oft Status Quo.
Nach dem Sampler „COZ I LUV YOU“ (1971) war ihr drittes Album bereits ein Liveausschnitt, der ihre jahrelange Bühnenerfahrung dokumentierte. Alive! (aufgenommen im Herbst 1971) wurde vor eigens geladenen Mitgliedern des Slade-Fanclubs in einem Theater aufgenommen. Es gilt nach wie vor als eine der gelungensten Konzertaufnahmen.
1972 tourten Slade erstmals als Vorgruppe von Humble Pie kurz durch die USA, wobei sie Gene Simmons und Paul Stanley, die gerade im Begriff waren KISS zu gründen, schwer beeindruckten. KISS geben unverhohlen zu, viele Elemente von Slade übernommen zu haben, wie beispielsweise die Publikums-Anfeuerungen, den Albumtitel 'Alive' und den stampfenden Rhythmus der Songs. Nachdem alle 4 Singles von 1972 in England Platz 1 oder 2 erreichten, schafften es Slade 1973 erstmals seit den Beatles von Null auf Platz 1 der Charts zu gelangen, und zwar mit „Cum On Feel The Noize“, ebenso mit „Skweeze Me Pleeze Me“ und auch mit Merry Xmas Everybody. Diese Weihnachts-Single platzierte sich bis in die 90er hinein fast jedes Jahr erneut in den englischen Top 100. Mit den Singles Far Far Away und Everyday zeigte Slade 1974, dass sie in der Lage waren, eingängige Balladen zu schreiben, was sie freilich auch schon früher getan hatten. Der Schlagzeuger Don Powell hatte sich dabei besonders hervorgetan. Powell erlitt allerdings am 4. Juli 1973 nach Alkoholgenuss einen schweren Autounfall und verlor vollständig das Gedächtnis und den Geschmackssinn; seine Freundin Angela Morris kam ums Leben. Es dauerte einige Jahre, bis sich Powell gesundheitlich wieder vollständig stabilisiert hatte. Für die bereits geplante Tour half Jim Leas Bruder Frank bei Slade aus. Der unverwüstliche Don Powell saß aber schon bei den Sessions für „My Friend Stan“ wieder an den Trommeln, da seine Ärzte ihm dringend dazu geraten hatten.
In den Monaten August bis Mitte Oktober 1974 drehten die 4 Musiker unter der Regie von Richard Loncraine ihren ersten und einzigen Musikfilm „Slade in Flame“, der auch bei Leuten ankam, die mit der Gruppe bislang wenig anfangen konnten. Nachdem der Film bereits im Januar 1975 in 30 britischen Testkinos gelaufen war, versammelten sich am Abend des 13. Februar 1975 u.a. Elton John, Mott The Hoople, Suzi Quatro, Jane Birkin, Gary Glitter und Queen zu einem glanzvollen Mitternachtsempfang im Metropole Theatre zu London.
In den USA waren Slade hauptsächlich als Phänomen der Ostküste und des Mittleren Westens bekannt. 1975 spielten sie dort nicht immer als Headliner, sondern auch als Supportact von Black Sabbath, Ten Years After, ZZ Top, Aerosmith und Kiss und erreichten so immerhin eine halbe Million Zuschauer und Zuschauerinnen. Da sich die Gruppe auch im Jahre 1976 mit einer Reihe von Amerikatourneen in England ziemlich rar machte und mit „Nobody's Fools“ in New York sogar ein Album aufnahm, beides erfolglose Versuche, um sich auch in Amerika einen Namen zu machen, begannen die britischen Medien zu fragen, ob die Musiker etwa aus steuerlichen Gründen einen Wohnsitzwechsel vorgenommen hätten. Ihr 1977er-Album Whatever happened to Slade? behandelte daraufhin thematisch die Zeit in den Vereinigten Staaten. Trotz seiner musikalischen Qualität war das Album in Großbritannien ein Flop. Seit 1976 ließ ihr Erfolg aufgrund ihrer mangelnden Bühnenpräsenz in Großbritannien rapide nach, so dass der Versuch, sich mit aller Gewalt auch jenseits des Atlantiks in den Charts zu platzieren, Slade einen doppelten Mißerfolg einbrachte. Keines ihrer Alben konnte mehr Silber oder Gold erringen. Von einem weiteren Filmprojekt wurde Abstand genommen.
Als die Slade-Verträge mit Polydor in England und Warner Brothers in den USA Ende 1976 ausliefen, gründete Chas Chandler kurzerhand Barn Records. Chandler konnte zwar weiterhin die Vertriebsstrukturen dieser zwei Majorlabel nutzen, hatte aber Schwierigkeiten mit der aufstrebenden Punk- und New-Wave-Szene. In den frühen 1970er Jahren hatte es in Großbritannien nur vier maßgebliche Produzenten gegeben, die den Singlemarkt praktisch unter sich aufteilen konnten: Robert Stigwood, Mickie Most, Tony Visconti und Chandler selbst. Punk Rock und New Wave machten diesem beschaulichen Kartell ein Ende. Die Szene war kurzlebig und chaotisch, so dass die Planungssicherheit fehlte, auf die eine große Firma angewiesen ist. Barn Records wurde immer mehr zum Auslaufmodell. Die Wende brachte Jim Leas Bruder Frank, der 1980 das Cheapskate Label gründete und es ebenfalls mit der Guerillataktik versuchte: Zusammen riefen die Brüder das Sessionprojekt „The Dummies“ ins Leben. Gemeinsam produzierten sie alternative Versionen von Slade-Hits in Chas Chandlers Portland Studio. Frank Lea profilierte sich dabei als etwas dilettantischer, aber tüchtiger Promoter und konnte Chas Chandler als Geschäftspartner gewinnen. Gemeinsam frönten sie dem neu ausgebrochenen Independent-Fieber und brachten jede Menge obskurer Schallplatten auf den Markt, mit Slade und Sue Wilkinson als Hauptumsatzträger.
Die Band Slade befand sich zunehmend Ende der siebziger Jahre, ohne die Erfolge der frühen und mittleren Siebziger, allerdings bereits auf einem finanziellen Tiefpunkt, daraufhin auch in einer zwischenmenschlichen Krise und stand kurz vor einer Trennung; Dave Hill stieg beispielsweise ins Automietgeschäft ein und hatte so weniger Zeit für die Band. Kaum eines des Bandmitglieder glaubte aufgrund der resultierenden Sinnkrise jetzt noch an ein Weiterleben von Slade, zumal auch der Massengeschmack von klassischem Rock zu Punk und New Wave abgewandert zu sein schien.
Im August 1980 feierten sie ein erfolgreiches Comeback, als sie trotz der bandinternen Missstimmung im letzten Moment vor der endgültigen Trennung überredet wurden, beim Reading Festival für Ozzy Osbourne als Headliner einzuspringen. Zu Beginn befürchteten die Organisatoren einen Massenaufstand, nach gellenden Pfiffen bei den ersten Liedern begeisterten Slade das Publikum zu ihrer eigener Überraschung aber so sehr, dass sie am Ende des Konzerts schon alle großen Hits gespielt hatten und ihnen als letzte Zugabe nur das laut vom Publikum geforderte Merry Xmas Everybody blieb. Da Slade nicht auf der Rechnung standen, spielten sie quasi auf Trinkgeldbasis. Chas Chandler zeigte sich wie schon beim Film „Flame“ von seiner geizigen Seite. Damit war die Basis für eine weitere Zusammenarbeit trotz des neuen Erfolgs nicht mehr gegeben. Der folgende Open-Air-Auftritt von Castle Donnington vor 200.000 Rockfans sorgte für eine weitere Konsolidierung der Plattenumsätze.
Mit neuem Plattenvertrag und neuem Enthusiasmus veröffentlichten sie 1981 ihr heiteres Heavy-Rock-Album Til Deaf Do Us Part, das ihnen nicht ganz passende Vergleiche mit Iron Maiden einbrachte. Im selben Jahr coverten Quiet Riot Cum on feel the noize, und plötzlich wurde auch das US-amerikanische Publikum erstmals auf sie aufmerksam. 1983 tauchten die Slade-Singles My Oh My und Run Runaway in den europäischen Charts auf. In England erreichte My Oh My sogar Platz 2. Auch auf der anderen Seite des Atlantiks hatten diese beiden Singles Erfolg, wie auch das dazugehörige Album The Amazing Kamikaze Syndrome (Europa)/Keep your hands off my power supply (USA). Slade klangen trotz ihres Verbleibens im Rockgenre nun moderner, bewegten sich jetzt oft in der Nähe zum Heavy Metal (z. B. mit dem Song „We'll bring the house down“), und sorgten mit für eine Verjüngung sowie neues Interesse an der Rockmusik in der ersten Hälfte der achtziger Jahren.
Zwar brachten sie 1985 mit Rogue's Gallery und 1987 mit You Boyz Make Big Noize zwei weitere Studioalben heraus und platzierten sich 1985 mit Crackers - The Christmas Party Album (das bis auf den neuen Song „Do you believe in miracles?“ aus Neuveröffentlichungen bzw. Neuaufnahmen alter Hits bestand) noch einmal in den englischen Charts.
Seit 1984 jedoch gaben Slade keine Konzerte mehr, da Jim Lea, der von einer ernsten Leberentzündung betroffen war, und Noddy Holder, der privat eine schwere Ehekrise mit resultierender Scheidung bewältigen musste, sich beharrlich weigerten aufzutreten. Hierbei spielte wohl auch eine über die Jahre gewachsene Hassliebe zum gemeinsamen Repertoire eine Rolle. Dem Slade-Biografen George Tremlett verriet Noddy Holder einmal: „Ich hielt unsere Titel immer für etwas zu blöd. Am schlimmsten war es mit 'Mama Weer All Crazee Now'. Wir mochten den Titel überhaupt nicht, konnten uns erst daran gewöhnen, nachdem wir ihn oft genug gespielt hatten.“ Bereits 1987, nach den unglücklich verlaufenen Aufnahmesessions zu dem Album „You Boyz Make Big Noize“, das genaugenommen wie die 1985 erschienene LP „Rogues Gallery“ ein Jim Lea-Soloalbum mit Noddy Holder als 'Gastsänger' und Hill und Powell als Statisten war, teilte Noddy bandintern seinen Ausstieg mit. Von Zeit zu Zeit kam die Band noch sporadisch zusammen, einer der letzten Höhepunkte war die 1991er Convention bei der Slade noch einmal für einen kurzen Song für ihre treuesten Fans live auftraten.
Im Jahre 1991 brachte die Band ein CD-Album mit dem Titel Wall of Hits auf den Markt, eine Hit-Collection, die auch zwei neue Songs beinhaltete. Mit den Songs Radio Wall of Sound und Universe (der letzte Auftritt der Original-Slade war ein Playback-Auftritt zu Universe bei Thomas Gottschalk Anfang 1992) verabschiedete sich Slade nach dem Ausstieg von Noddy Holder und Jim Lea.
Durch die immer wieder neu veröffentlichten Singles - im Besonderen erreicht der Hit Merry Xmas Everybody Kultstatus, da er gerade zur Weihnachtszeit immer wieder in den Charts auftaucht wie im Dezember 2006 auf Platz 21 in UK - können die Slade-Songschreiber Holder und Lea auch durch die Tantiemen gut leben, ohne noch weitere Hits zu schreiben. Im Mai 1993 wurde Far Far Away in Deutschland wiederveröffentlicht und belegte in Deutschland Platz 19. Anlass war ein Werbeclip mit diesem Song, den das Bekleidungsunternehmen C&A ins deutsche Fernsehen brachte.
1993 erschien der Name 'Slade II' erstmals auf Konzertplakaten. So blieb es zunächst bei dem Namen Slade II mit Leadgitarrist Hill und Schlagzeuger Powell. Die Band tourte hauptsächlich durch Europa sowie zwei Monate durch Australien. In der zweiten Hälfte der 90er Jahre allerdings eigneten sie sich den alten Namen wieder an. Mit 2 Alben (Keep on Rockin 1996 und Cum on let's Party 2002), vor allem aber mit Liveauftritten in Begleitung von Steve Whalley (Gesang) und Dave Glover (Bass) hielten sie ihre alten Fans nach wie vor bei Laune - regelmäßig auch im deutschsprachigen Raum bei Oldie-Nächten.
Im Jahr 2000 gab es für Don Powell einen kleinen Auftritt in dem allgemein gelobten Historienfilm „Lorna Doone“.
Am 9. September 2002 wurden die Originalbandmitglieder von der University of Wolverhampton mit der Ehrendoktorwürde für ihre Verdienste um die britische Popmusik ausgezeichnet, Noddy Holder schloss die sehnsüchtig erhoffte Reunion jedoch aus.
Slade genossen weiterhin ihre zahlreichen Auftritte an Orten, die für Auftritte bekannterer Rockbands als exotisch gelten, also etwa Wolgograd, Krasnojarsk, Nowosibirsk (Russland) oder Płock (Polen). Sie besitzen ein sehr treues Publikum in Dänemark, wo sie als „Band für die ganze Familie“ gelten. Die deutsche Festivalszene wird immer noch als „lukrativ“ beurteilt. Als neuer Höhepunkt muss jedoch ein von der russischen Regierung teilsubventionierter Auftritt im Moskauer Olympiastadion gelten. Das ist bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass Don Powell noch Anfang der Siebziger Jahre aus einem Ostberliner TV-Studio buchstäblich hinausgeworfen wurde, weil er Kaugummi kaute.
Im Juni 2005 verließ Sänger Steve Whalley die Gruppe, um sich etwas sanfterer Rockmusik zu widmen. Auf Empfehlung von Andy Scott kommt für ihn Mal McNulty zu Slade, er hat eine ähnlichen Stimmlage wie einstmals Noddy Holder. Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Konkurrenz-Band Sweet schließen die beiden Gruppen erstmals eine Tourneeallianz und geben bekannt, dass die Rivalitäten der Vergangenheit ausschließlich unter Fans ausgetragen wurden, niemals jedoch zwischen den einzelnen Bandmitgliedern. Schließlich bestünde schon seit der Zeit auf den Bahamas ein gutes kollegiales Verhältnis zu Andy Scott, der den 'N Betweens damals mit seiner „Elastic Band“ ab und zu Gesellschaft leistete.
Don Powell schreibt ein Kinderbilderbuch namens „Bibble Brick“ und plant eine Veröffentlichung mit einer dazugehörigen Musik-CD.
Jimmy Lea veröffentlichte am 15. Februar 2007 unter dem Namen JAMES WHILD LEA sein Album :THERAPY. Es enthält 13 eigene Songs, die nicht Slade-typisch sind.
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