Slang (* 24. April 1895 in Crimmitschau; † 10. August 1932 in Koserow), eigentlich Fritz Oskar Hampel, war ein satirischer deutscher Schriftsteller, Journalist und Karikaturist.
Nach dem Besuch des Lehrerseminars in Waldenburg (Sachsen) war er zunächst Volksschullehrer, danach Soldat im 1. Weltkrieg. Nach dessen Ende begann er für Zeitungen und das Kabarett zu schreiben.
1924 ging Hampel, der zwei Jahre zuvor in die KPD eingetreten war, nach Berlin und schrieb und karikierte für die Rote Fahne, wodurch er einige Popularität erlangte. In dieser Zeit nahm er auch sein Pseudonym Slang an.
1928 war er Mitbegründer des Bundes proletarisch-revolutionärer Schriftsteller.
Die große Beachtung seiner häufig politisch motivierten schriftstellerischen Arbeit brachte ihm allerdings Zuchthaus und Festungshaft von insgesamt zweieinhalb Jahren wegen "literarischen Hochverrats" ein. Nach seiner Rückkehr aus dem Gefängnis starb er in Koserow.
Hampel war, wie Tucholsky, ein "Meister der kleinen Form", in der er mittels Satire, Wortwitz, treffender Vergleiche und Anspielungen virtuous seine Ansichten und Gedanken zum Ausdruck bringen konnte. Ebenso war er zu einem frühen Zeitpunkt Warner vor der aufkommenden Gefahr durch den Nationalsozialismus. Um auf Fehler einzelner, oft hochgestellter Personen, aber auch der gesamten Gesellschaftsordnung aufmerksam zu machen, bediente sich Hampel aller Gattungen der kleinen Form, z.B. des Gedichts, kurzer Szenen, ausgedachter Briefe, Interviews oder Erlebnisberichte, sogar der Kriminalgeschichte oder des Filmexposés. Viele seiner für Zeitungen entstandenen Glossen erschienen gesammelt in Buchform.
Auch Karikaturen und satirische Bildgedichte gehören zu seinem Werk.
Das bekannteste nicht-satirische Prosawerk Hampels ist Panzerkreuzer Potemkin. Der Matrosenaufstand von Odessa 1905, das 1926 in Zusammenhang mit der Aufführung von Sergej Eisensteins Film Panzerkreuzer Potemkin entstand. Hierbei handelt es sich um eine Komposition aus Dokumentation und Erzählepisoden.