Sleipnir ist das Pseudonym des bekannten neonazistischen Liedermachers Marco Laszcz bzw. der Rechtsrock-Band deren Kopf er darstellt.
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Der neonazistische Liedermacher Marco Laszcz aus Verl bzw. Gütersloh – bereits seit 1988 in der neonazistischen Musikszene tätig – trat ab 1995/96 unter dem Pseudonym Sleipnir auf. Um 1998 wurde mit zwei weiteren neonazistischen Musikern aus Gütersloh und Bad Salzuflen eine dreiköpfige Band gegründet, Sleipnir galt fortan als Bandname. Der Name Sleipnir stammt vom gleichnamigen achtbeinigen Pferd der Gottheit Odin aus der nordischen Mythologie. Die Band ist mittlerweile in ganz Deutschland bekannt und absolvierte des weiteren mehrere Auftritte in anderen europäischen Ländern, unter anderem in London und Zagreb. Die Band pflegt enge Kontakte zu Vertretern des in Deutschland verbotenen Neonazi-Netzwerk „Blood and Honour“, zu militanten neonazistischen Gruppen der sogenannten „Freien Kameradschaften“ und zur NPD, auf deren Veranstaltungen die Band mehrfach auftrat. Zwischenzeitlich spielte Andreas Koroschetz Schlagzeug in der Band, verließ diese jedoch und gründete Division Germania. Laszcz bzw. die gesamte Band ist seit 2003 mit eigenen Plattenlabels „Boundless Records“ und dem „Wolfszeit“-Versand aktiv.
Die erste CD von Laszcz mit dem Titel „Mein bester Kamerad“ erschien 1996 und wurde vom Amtsgericht Ulm mit der Begründung beschlagnahmt, die Lieder hetzten „in menschenverachtender Weise gegen Ausländer, … indem er sie zu Parasiten herabwürdigt, die kein Recht hätten in Deutschland zu leben“. Am 14. April 1998 wurde sie von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert.
1999 erschien das Debüt der Band „Das rechte Wort“ als Split-CD mit dem Liedermacher „Patriot 19/8“. Das Pseudonym für ein Mitglied der Berliner Band „Germania“ ist ein typischer rechtsextremer Zahlencode und steht für den 19. und 8. Buchstaben im Alphabet, S. und H., die Abkürzung von „Sieg Heil“. Die CD wurde am 31. August 2004 indiziert.
Die Band hat bislang zehn CDs und eine Reihe von Samplerbeiträgen produziert, die meisten Veröffentlichungen erschienen im hauseigenen Recordlabel. 2003 erschien die CD „German-Scottish Friendship“ zusammen mit der schottischen „Blood and Honour“-Band „Nemesis“ um den Leadsänger John Cartwright. Außerdem sind Lieder der Band auf diversen Compilations veröffentlicht, u.a. auf dem 2001 erschienenen und am 28. Februar 2001 indizierten Sampler „Der Angriff beginnt“. Sleipnir ist auch auf beiden „Schulhof-CDs“ der NPD von 2004 und 2005 mit je zwei Liedern vertreten.