| Wappen | Karte |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat: | Russland |
| Föderationskreis: | Zentralrussland |
| Föderationssubjekt: | Oblast Smolensk |
| Gemeindeart: | |
| Fläche: | 166,35 km² |
| Einwohner: | 319.329 (1. Januar 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | |
| Höhe: | ??? Meter ü. NN |
| Postleitzahlen: | |
| Telefonvorwahl: | +7 (48 12) |
| Geografische Lage: | 54° 47′ N, 32° 03′ O |
| Kfz-Kennzeichen: | 67 |
| Stadtgliederung: | 3 Stadtrajons |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
|
| Offizielle Website: | http://admin.smolensk.ru/ |
| E-Mail-Adresse: | |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | |
| Liste der Städte in Russland | |
Smolensk [smʌˈlʲensk] (russisch Смоленск) ist eine russische Stadt in der Oblast Smolensk im Westen des Landes nahe der Grenze zu Weißrussland mit 319.000 Einwohnern (2005). Die Stadt liegt am Dnepr inmitten des Smolensker Hügellandes. Bis 1939 gehörte die Stadt zu Belarus.
Inhaltsverzeichnis |
|
Quelle: Staatliches Statistikamt der Russischen Föderation
Smolensk wurde 863 das erste Mal urkundlich erwähnt. Ihre Lage in der Kiewer Rus entlang der Handelsroute vom Baltikum nach Konstantinopel brachte ihr schon früh den Rang einer Handelsstadt ein. Später bestanden auch Handelsbeziehungen zur Hanse. Im 12. Jahrhundert war Smolensk Hauptstadt eines unabhängigen russischen Fürstentums, ehe sie 1238 von den Mongolen geplündert wurde. 1404 fiel das Smolensker Gebiet an das Großfürstentum Litauen und wurde 1514 vom Großfürstentum Moskau erobert. 1611, während des Polnisch–Russischen Krieges von 1609–1618, wurde die Stadt von polnisch-litauischen Truppen annektiert, und bildete ab 1618 – vertraglich mit den Moskowitern fixiert – ein Teil der Republik Beider Nationen.
Die westliche Expansion des Moskowiter Reiches führte zu zahlreichen Konflikten mit dem polnisch-litauischen Staat um die „Sammlung der russischen Erde“ und damit auch die Herrschaft über Smolensk, so während des „Smolensker Krieges“ von 1632–1634. Die Stadt wurde 1654, während des Russisch-Polnischen Krieges von 1654–1667, von den Truppen des Zaren erobert und kam vertraglich und endgültig 1667 wieder an Russland. 1812 eroberte Napoleon sie auf seinem Weg nach Moskau nach hartem Kampf.
1918 wurde Smolensk zu einem Teil von Weißrussland erklärt, 1919 wurde dort die Weißrussische Sowjetrepublik gegründet. Im Zweiten Weltkrieg war sie ebenfalls hart umkämpft. In der Kesselschlacht bei Smolensk Im Spätsommer 1941 wurde die Stadt besetzt und fast vollständig zerstört. Tausende Bewohner der Stadt kamen ums Leben oder wurden zur Zwangsarbeit ins Deutsche Reich gebracht.
Im Herbst 1943 wurde die Stadt von der Roten Armee zurückerobert. Anschließend wurden Teile der Stadt originalgetreu wieder aufgebaut.
Heute ist Smolensk ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt an der Strecke Warschau–Minsk–Smolensk–Moskau, Smolensk–Wizebsk–Riga und Smolensk–Sankt Petersburg. Außerdem liegt es an der russischen Fernstraße M 1 (Europastraße 30), die von Moskau nach Minsk führt.
Smolensk ist daneben ein Handels-, Kultur- und Bildungszentrum. Wichtige Industriezweige sind die Leinenproduktion, der Maschinenbau und die Nahrungsmittelindustrie. In der Nähe von Smolensk befindet sich das Kernkraftwerk Smolensk mit drei aktiven RBMK-Reaktoren.
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen die Festungsmauern (1596–1602), welche die schöne Altstadt umgeben (und fälschlich als Kremlmauern bezeichnet werden), die Auferstehungskathedrale (1677–1679), Sitz der Diözese von Smolensk und Kaliningrad; die Peter-Paul-Kirche aus dem 12. Jahrhundert; die Erzengel-Michael-Kirche, ebenfalls aus dem 12. Jahrhundert, sowie die Mariä-Entschlafens-Kathedrale von 1677. Das Administrative Gebäude und das Operntheater sind schöne Beispiele der Sowjet-Architektur. Das 1780 eröffnete Opernhaus ist eines der ältesten überhaupt.
In der Stadt gibt es viele Museen, darunter das Kunstmuseum und die Museen der Vereinigung der Künstler Russlands. Am 9. Februar 2006 eröffnete die Eremitage eine Dependance in der Stadt.
Weltberühmt ist die Künstlerkolonie Talaschkino in der Nähe von Smolensk mit der prächtigen Heilig-Geist-Kirche (darin Fresken und Mosaike von Nicholas Roerich).
Partnerstadt von Smolensk in Deutschland ist Hagen sowie das französische Tulle. Die Stadt ist außerdem Mitglied des Städtebundes der Neuen Hanse.
| Commons: Смоленск – Bilder, Videos und Audiodateien |
Smolensk
Demidow | Desnogorsk | Dorogobusch | Duchowschtschina | Gagarin | Jarzewo | Jelnja | Katyn | Potschinok | Roslawl | Rudnja | Safonowo | Sytschowka | Welisch | Wjasma