Soda

Dieser Artikel beschreibt das Mineral Soda. Für ein Getränk mit gleicher Abkürzung siehe Sodawasser

Vorlage:Mineral Soda (engl.: Natron [1]) ist ein Salz-Mineral aus der Mineralklasse wasserhaltiger Carbonate ohne fremde Anionen und das Dekahydrat des Natriumcarbonats. Es kristallisiert im monoklinen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung Na2CO3·10H2O und entwickelt meist farblose, weiße, graue oder gelbe Ausblühungen beziehungsweise krustige Überzüge auf Salzgesteinen.

Inhaltsverzeichnis

Modifikationen und Varietäten

Soda ist eine von sieben Modifikationen der chemischen Verbindung Natriumcarbonat. Die anderen Modifikationen sind das

  • wasserfreie Natriumcarbonat (Na2CO3, Mineral Natrit)
  • Monohydrat (Na2CO3•H2O, Mineral: Thermonatrit)
  • Dihydrat (Na2Ca(CO3)2•2H2O, Mineral Pirssonit)
  • Pentahydrat (Na2Ca(CO3)2•5H2O, Mineral Gaylussit)
  • Heptahydrat (Na2CO3•7 H2O)
  • Hydrogencarbonat (Na(HCO3)•Na2CO3•2H2O, Mineral Trona).

Bildung und Fundorte

Soda bildet sich vorwiegend durch Verdunstung an den Rändern von Salzseen oder durch Ausfällung am Seegrund bei kaltem Wetter.

Fundorte sind verschiedene Natronseen unter anderem in Äthiopien (Shala), Großbritannien, Italien, Kanada, Ungarn, Russische Föderation und den USA.

Verwendung

Soda ist ein wichtiger Rohstoff beziehungsweise wichtiges Hilfsmittel zur Herstellung von Glas, Bleichmitteln, Waschmitteln, Farben, Gerbereiprodukten. Bereits im Altertum wurde es allgemein als Reinigungsmittel unter anderem für Glas verwendet. Im Alten Ägypten diente es zur Trocknung von Leichen und damit der Mumifizierung. Schon die Römer im Altertum versuchten mit alkalischer Birkenasche oder Soda Haare zu bleichen.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Mineraldatenblatt - Natron (engl.)

Literatur

  • Martin Okrusch, Siegfried Matthes: Mineralogie. 7. Auflage. Springer Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-540-23812-3
  • Stefan Weiß: Das große Lapis Mineralienverzeichnis. 4. Auflage. Christian Weise Verlag, München 2002, ISBN 3-921656-17-6

Weblinks

Quelle:
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