| Sokolov | |||
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| Basisdaten | |||
|---|---|---|---|
| Staat: | Tschechien | ||
| Region: | Karlovarský kraj | ||
| Bezirk: | Sokolov | ||
| Fläche: | 2290 ha | ||
| Geographische Lage: | 50° 10' N, 12° 38' O | ||
| Höhe: | 401 m n.m. | ||
| Einwohner: | 25129 (2. Oktober 2006) | ||
| Postleitzahl: | 356 01 - 356 05 | ||
| Struktur | |||
| Gemeindeart: | Stadt | ||
| Ortsteile: | 4 | ||
| Verwaltung (Stand: 2007) | |||
| Bürgermeister: | Karel Jakobec | ||
| Adresse: | Rokycanova 1929 356 01 Sokolov 1 |
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| Website: | www.sokolov.cz | ||
Sokolov (deutsch Falkenau an der Eger, bis 1948 tschechisch Falknov nad Ohří) ist eine Bezirksstadt (Okres Sokolov) in der Karlovarský kraj in Nordwestböhmen mit ca. 26500 Einwohnern.
Die Stadt befindet sich 401 m ü. NN an der Mündung der Zwodau in die Eger.
Inhaltsverzeichnis |
Falkenau wurde erstmals 1279 urkundlich erwähnt und hat eine lange Geschichte als Bergbaustadt.
Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte das Egerland und damit auch Falkenau nicht mehr zur österreichisch-ungarischen Monarchie sondern nach dem Willen des Versailler Vertrages zur neu gegründeten tschechoslowakischen Republik.
Die ehemalige Erzdekanatkirche war dem heiligen Apostel Jacobus geweiht. Das Erzdekanat umfasste im Jahr 1938 im Bezirk Falkenau die Orte Falkenau, Grasset, Haselbach, Königswerth, Ober-Reichenau, Prösau, Schäferei, Teschwitz, Unter-Reichenau, Wudingrün und im Bezirk Elbogen den Ort Albernhof.
Während der Zeit des Nationalsozialismus war in Sokolov ein KZ-Außenlager eingerichtet, dessen Insassen im Mai 1945 von US-amerikanischen Truppen befreit wurden. Der Hauptmann der Division („Big Red One“) kommandierte in der Folge etwa 20 Bürger des Ortes, dessen Einwohner beteuerten, nichts von dem Außenlager gewusst zu haben, dazu ab, die im Lager vorgefundenen Leichen zu bergen, zu kleiden und am Dorffriedhof zu beerdigen. Der Infanterist Samuel Fuller, später bekannt geworden als Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur, hielt diese Vorgänge mit einer 16-mm-Kamera fest.
Die Stadt Falkenau an der Eger hatte am 1. Dezember 1930 11.381 Einwohner, am 17. Mai 1939 waren es 11.291 und am 22. Mai 1947 8.112 Bewohner. Aufgrund der Beneš-Dekrete wurde der größte Teil der deutschen Bevölkerung 1945 enteignet und vertrieben.
Die wichtigsten interessanten Gebäude scharen sich um den Alten Platz (Staré Namestí). Gut gestaltete Informationstafeln (allerdings nur in tschechisch) berichten jeweils über die geschichtlichen Hintergründe.
Sokolov liegt an der zweigleisigen elektrifizierten Kursbuchstrecke 140 der tschechischen Staatsbahn České Dráhy Cheb - Karlovy Vary. In Sokolov zweigt von dieser Strecke die eingleisige nichtelektrifizierte Strecke 145 Loket - Kraslice - Klingenthal ab.
Beide Strecken wurden 1870 bzw. 1873 als Teil der Buschtiehrader Eisenbahn in Betrieb genommen.
Der Verkehr auf der Strecke 140 wird von ČD betrieben. Anbieter auf der Strecke 145 ist VIAMONT.
Der Bahnhof Sokolov ist in das System ČD-Kurýr (Expressbeförderung von kleinen Sendungen) einbezogen.
In Jahr 2008 ist eine weitgehende Renovierung des Bahnhofs geplant, wobei dann der auch Busbahnhof direkt neben den Bahnhof verlegt werden soll.
Für den innerstädtischen ÖPNV gibt es 6 Buslinien, die von 4.00 h früh bis 23.00 h betrieben werden.
Zu einer grundsätzlichen Umstrukturierung des Busverkehrs kam es zum Fahrplanwechsel am 1. Juli 2004. Vorher gab es 14 Linien, die nach einem sehr komplizierten Plan fuhren: Einzelne Linien fuhren teilweise unterschiedliche Routen, die Intervalle waren sehr unregelmäßig, und die meisten Linien hatten nur wenige Fahrten an Arbeitstagen.
Wichtigster Betrieb ist die Bergbaugesellschaft , die in der Umgebung Sokolovs den Abbau von Braunkohle betreibt. Mit zunehmender Erschöpfung der Lagerstätten verschiebt sich der Schwerpunkt der Aktivitäten mehr und mehr auf Rekultivierung des Geländes.
Ein weiterer bedeutender Industriebetrieb Sokolovs ist der Maschinenbauer Sokolovská strojírna , ein im Jahr 1931 gegründetes Unternehmen, das aus dem Reparaturbetrieb der Braunkohlefördergesellschaft hervorging.
Hugo Theisinger und Josef Fritsch: Falkenau, Stadt und Land. Aus dem Egerland. Obermayer, Buchloe 1983
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