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Der Begriff sola fide (lat. „Allein durch den Glauben“) ist ein Grundsatz insbesondere der Reformation im Christentum. Er drückt die Idee aus, dass ein Mensch sich die Anerkennung Gottes nicht durch Werke verdienen kann, sondern diese allein durch seine Glaubensbeziehung zu Gott bekommt, welche allein von Gott ausgeht. Damit wird die autonome Glaubensentscheidung des Menschen in Frage gestellt, wie dies besonders im Calvinismus zum Ausdruck kommt. Es ist dem Menschen nach dieser Auffassung nicht möglich, sich aus eigenen Stücken für den Glauben an Christus zu entscheiden, da sein Glaube allein durch Gottes Gnade zustandekommt. Die bedeutendste biblische Grundlage für diesen Gedanken stellt der Apostel Paulus in seinem Brief an die Römer (Röm 3,21-28 LUT) dar.
Neben dem sola fide stehen in den reformatorischen Kirchen die Prinzipien des sola scriptura, des sola gratia und Solus Christus.
Heiligenlexikon-1858: Sola, S.
Herder-1854: Sub fide notariali · a voce sola · Sola
Kirchner-Michaelis-1907: mala fide
Meyers-1905: Sola fide · Optĭma fide · Pro fide, rege et lege · Mala fide · Bona fide · In fide salus · Lege et fide
Pierer-1857: Mala fide · Sub fide notariāli · Sola [2] · A voce sola · Sola [1]