Eine Solarbahn ist ein Schienenfahrzeug, welches überwiegend mit Sonnenenergie aus Solarzellen betrieben wird. Dabei gibt es verschiedene mögliche Ansätze, fehlende, oder zu geringe Sonneneinstrahlung zu überbrücken:
Entscheidend ist bei der Solarbahnkonstruktion zum einen auf geringstes Gewicht und zum anderen auf exzellenten Wirkungsgrad aller Komponenten zu achten, da nur dann die relativ geringe Leistung aktueller Solarzellen für einen alltagstauglichen Fahrbetrieb ausreicht. Hier fällt der geringen Rollreibung des Rad-Schiene Systems eine entscheidende Bedeutung zu.
Der Grundgedanke dabei ist, dass für die Fortbewegung auch einer großen Masse an sich nicht übermäßig viel Energie "verbraucht" (also in Wahrheit in Wärme umgewandelt) werden müsste, bzw. im theoretisch angenommenen Idealfall gar keine. Wenn man darauf achtet, dass idealerweise sämtliche zur Beschleunigung des Fahrzeuges aufgebrachte Energie dem Energiespeicher, zB. Akku und/oder Kondensator beim Abbremsen wieder zugeführt wird, so bleibt nur noch der Verlust durch den Luftwiderstand übrig. Da natürlich neben dem Luftwiderstand durchaus noch weitere Verluste auftreten, z.B. durch den Rollwiderstand, die Lade- und Entladeverluste des Akkus, die Wärmeverluste der elektrischen Komponenten, etc., ist die Hauptaufgabe des Solarbahnkonstrukteurs die Minimierung all dieser Verlustfaktoren.
Bisher gibt es noch kein Serien-Solarbahnfahrzeug, sondern nur Prototypen. Einer davon wurde von dem niedersächsischen Maschinenbauingenieur Ulrich Ottensmeyer gebaut, der ihn nach dem 1. Ansatz konstruierte. Der Prototyp mit dem Namen ELSE (Abkürzung für Elektrische Solar Eisenbahn) zeigt, dass eine Solarbahn im Prinzip mit der aktuellen Technik realisierbar ist.