Der Sold ist Bezahlung für bestimmte Dienste (Lohn), v.a. für Kriegs-, Wehr- und Zivildienste.
Das Wort Sold leitet sich ab vom lateinischen solidus, der von Severus Alexander (222-235 n. Chr.) eingeführten Goldmünze, welche den viermonatlichen Lohn des Kriegers ausmachte. Vom Wort Sold wiederum leiten sich die Worte Söldner und Soldat ab.
Nach dem Verfall des Heerbannes, der Lehnsfolge und des Rittertums bildeten bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts geworbene Söldner die Masse der Heere. Geregelte Soldzahlung begann erst mit dem Aufkommen der stehenden Heere. Bei Wehrpflichtigen ist Sold der zum Unterhalt nötige Lohn, der früher alle zehn Tage ausbezahlt wurde.
Bei den Griechen beginnt die Soldzahlung unter Perikles, bei den Römern schon unter den Königen, aber aus den Gemeindekassen, aus der Staatskasse erst seit 406 n. Chr. halbjährlich oder jährlich. Der bare Sold, das Salarium (Geld für Salz) eingerechnet, entsprach dem Lohn der ländlichen Arbeiter. Bei den Deutschen beginnt die Soldzahlung vereinzelt unter Karl dem Großen und war durch die Hanse im 13. Jahrhundert in England um 1050 vollständig entwickelt.
Besoldung ist die Bezeichnung für den Lohn der Beamten und Richter. Die Bezeichnung rührt originär aus dem Sold.
Der deutsche Bundespräsident erhält anstelle von Ruhegehalt einen sogenannten Ehrensold.
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