Das Solling-Projekt war ein erstes interdisziplinäres Programm zur Ökosystemforschung in Deutschland Ende der 1960er-Jahre.
Es wurde im Rahmen des UNESCO-Programmes International Biological Programme (IBP), 1966 bis 1973, zur Erforschung vom Menschen unbeeinflusster Ökosysteme durchgeführt. Namensgebend war das deutsche Mittelgebirge Solling, wo die Probeflächen lagen. Wissenschaftlicher Hauptinitiator und langjähriger Leiter des Projektes war der Ökosystemforscher Heinz Ellenberg.
Die Datenerhebung belegte einen erheblicher Einfluss menschlicher Tätigkeit auf das Gebiet. Die langjährigen Auswertungen lieferten Erkenntnisse über die Wirkung von Saurem Regen auf die Bodenfruchtbarkeit und weitere Ursachen und Zusammenhänge mit dem heute als neuartige Waldschäden bekannten Phänomen.
Die Studien wurden in Folgeprojekten fortgeführt und werden heute von der forstwissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen betreut. Haushaltsprobleme in Niedersachsen gefährden jedoch die Fortführung.