Solnice

Solnice
Wappen von Solnice
Solnice auf der Karte von Tschechien
Solnice
Solnice
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Královéhradecký kraj
Bezirk: Rychnov nad Kněžnou
Fläche: 1266 ha
Geographische Lage: 50° 12' N, 16° 14' O
Höhe: 322 m n.m.
Einwohner: 2326 (28. August 2006)
Postleitzahl: 517 01
Verkehr
Straße: Rychnov nad Kněžnou - Dobruška
Schienenweg: Častolovice - Solnice
Struktur
Gemeindeart: Stadt
Ortsteile: 2
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Ladislav Kubíček
Adresse: Masarykovo náměstí 1
517 01 Solnice
Website: www.solnice.cz

Solnice (deutsch Solnitz) ist eine Stadt in Tschechien. Sie liegt sechs Kilometer nordwestlich von Rychnov nad Kněžnou an der Bělá und gehört zum Okres Rychnov nad Kněžnou.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Solnice befindet sich beiderseits der Bělá im Vorland des Adlergebirges. In der Stadt kreuzen sich die Staatsstraßen 14 zwischen Rychnov nad Kněžnou und Dobruška und 321 zwischen Kostelec nad Orlicí und Skuhrov nad Bělou. Der östlich der Stadt bei Kvasiny gelegene Bahnhof Solnice ist Endpunkt der Lokalbahn Častolovice - Rychnov nad Kněžnou - Solnice.

Nachbarorte sind Ještětice und Nové Dvory im Norden, Boroviny im Nordosten, Kvasiny und Lukavice im Osten, Panská Habrová im Südosten, Litohrady, Domašín, Dubno, und Dubina im Süden, Černíkovice im Südwesten sowie Byzhradec und Hroška im Nordwesten.

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde das zur Herrschaft Skuhrov gehörende Solnice 1321, als der Besitzer Jan z Meziříčí den Kreuzherren mit dem Roten Stern auf dem Zderaz die kirchlichen Aufgaben übertrug. 1359 überließen die Brüder Meziříč diese Rechte an den Ordo crucigerorum cum rubeo Corde- Cyriaksorden in Prag. Die Weißen Kreuzherren mit dem Roten Herz errichteten in Solnice ein Kloster, das während der Hussitenkriege unterging. 1386 erhielt Solnice von den Meziříč von Skuhrov eine Reihe von Privilegien, darunter die Befreiung von Robotdienst verliehen und galt als Stadt.

1456 löste Georg von Podiebrad Solnice von Skuhrov los und gliederte die Stadt an die Herrschaft Litice an. Ab 1495 wurde Wilhelm von Pernstein Besitzer und 1556 verkaufte Jaroslav von Pernstein die Herrschaft an Ernst Pfalzgraf bei Rhein, von dem sie zwei Jahre später an die Prager Familie Benjamin von Vlknov kam. Noch im Jahre 1558 entstand eine Feste, die 1699 nach der Errichtung des Schlosses Kvasnice in einen herrschaftlichen Gasthof umgebaut wurde, wobei die äußere Gestaltung erhalten blieb. Nach der Schlacht am Weißen Berg verloren die Benjamin ihren Besitz und 1624 kaufte Heinrich von Dohna Solnice. 1699 gründete der Prager Karmeliterorden das Kloster der Siegreichen Jungfrau Maria.

Der Gasthof "Zámeček" wurde bis 1952 bewirtschaftet und war 1948 Drehort für den Film Hostinec U kamenného stolu von Josef Gruss. Nach 1990 wurde das Objekt zum Hotel umgebaut und steht seit einer Zeit ungenutzt und zum Verkauf.

Ortsgliederung

Die Stadt Solnice besteht aus den Ortsteilen Ještětice (Jeschtietitz) und Solnice (Solnitz) sowie die Ortslagen Boroviny (Borowin) und Nové Dvory (Neuhof).

Sehenswürdigkeiten

  • barocke Kirche Enthauptung Johannes des Täufers, zwischen 1681 und 1686 errichtet und zwischen 1869 und 1870 umgebaut
  • Herz Jesu Kirche auf dem Friedhof, Neorenaissancebau von 1903-1904, das verwahrloste Bauwerk ist nicht zugänglich
  • Rathaus, zwischen 1829 und 1835 im Empirestil errichtet
  • Mariensäule auf dem Markt, 1714 errichtet

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Antonín Hajn (1868-1948), Journalist und Politiker
  • Alois Hajn (1870-1953), Übersetzer, Journalist und Politiker

In der Stadt lebten und wirkten

  • Josef Ehrenberger (1815-1882), Schriftsteller und Historiker, wirkte als Pfarrer in Solnitz

Weblinks

Quelle:
Artikel Solnice aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
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