Solomon R. Guggenheim Foundation

Die Solomon R. Guggenheim Foundation ist eine Non-Profit-Organisation, die vom US-amerikanischen Kunstmäzen Solomon R. Guggenheim (1861-1949) und der deutschen Malerin Baroness Hilla von Rebay (1890-1967) im Jahre 1937 gestiftet wurde. Sitz der Stiftung ist New York City.

Inhaltsverzeichnis

Betriebene Museen

Die Stiftung betreibt derzeit fünf Guggenheim-Museen.

Solomon R. Guggenheim Museum in New York

Das Solomon R. Guggenheim Museum in New York
Das Solomon R. Guggenheim Museum in New York

Das Solomon R. Guggenheim Museum in New York ist das älteste der Guggenheim Museen und wurde 1939 als Museum of Non-Objective Painting gegründet und 1952 umbenannt. Das noch heute genutze Gebäude wurde von Frank Lloyd Wright in Zusammenwirkung mit Hilla Rebay entworfen und zwischen 1956 und 1959 gebaut. Es gilt als eines der bedeutendsten von Wright entworfenen Gebäude, der noch vor der Eröffnung des Museums starb. Die Kunstwerke werden an einer Rampe präsentiert, die sich spiralförmig durch das Gebäude zieht. Dies stellte einen Bruch mit den normalen linearen Raumkonzepten von Museen dar. Daneben wurde kritisiert, die Architektur stelle die Bilder in den Schatten. 1992 wurde das Museum restauriert und um einen Turm ergänzt, der schon in Wrights Plänen vorgesehen war. Damit verdoppelte sich die Ausstellungsfläche des Museums.

Peggy Guggenheim Collection in Venedig

Peggy Guggenheim Collection in Venedig
Peggy Guggenheim Collection in Venedig

Die Peggy Guggenheim Collection in Venedig wurde 1951 gegründet, ist aber erst seit 1976 Teil der zur Solomon R. Guggenheim Foundation gehörenden Museen. Das Museumsgebäude ist der 1798 erbaute Palazzo Venier dei Leoni, der von Lorenzo Boschetti entworfen worden war. Der Palast wurde jedoch nie vollendet. 1949 kaufte Peggy Guggenheim das Gebäude und bewohnte es bis zu ihrem Tod. Schon während dessen waren einige Räume und der zugehörige Park der Öffentlichkeit zugänglich. Nach ihrem Tod wurde der Palast komplett restauriert und zu einem Museum umgebaut.

Museo Guggenheim Bilbao

Museo Guggenheim Bilbao
Museo Guggenheim Bilbao

Das Museo Guggenheim Bilbao in Bilbao wurde im Oktober 1997 eröffnet. Die Solomon R. Guggenheim Foundation schlug den baskischen Behörden, die Bilbao kulturell beleben wollten, 1981 den Bau eines Guggenheim Museums vor. Aus dem internationalen Wettbewerb um die Gestaltung des Museumsgebäudes ging der Archtitekt Frank O. Gehry als Gewinner hervor. Das entstandene Gebäude vereit in sich Metall und Stein und gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke des 20. Jahrhunderts und ist eines der Wahrzeichen Bilbaos. Das Museum hat eine Gesamtfläche von 24.000 Quadratmeter. Die Ausstellungsfläche beträgt 11.000 Quadratmeter.

Deutsche Guggenheim in Berlin

Das Deutsche Guggenheim in Berlin wurde im November 1997 in Kooperation mit der Deutsche Bank eröffnet. Das Museum ist im Gebäude der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Bank Unter den Linden untergebracht und zeigt temporäre Ausstellungen. Es besitzt keine eigene, ständige Sammlung.

Guggenheim Hermitage in Las Vegas

Die Guggenheim Hermitage im Hotel Venetian in Las Vegas wurde 2000 eröffnet. Schon länger bestand eine enge Zusammenarbeit mit der Eremitage in St. Petersburg, die mit der Gründung des Guggenheim Hermitage Museum in Las Vegas ausgebaut wurden. Es befindet sich im Kasinokomplex des Venetian und wurde von Rem Koolhaas entworfen.

Ehemalige Museen

Das Guggenheim SoHo im New Yorker Stadtteil SoHo existierte von 1992 bis 2002. In dem Künstler- und Galerienviertel Manhattans wurde die Dependance zeitgleich mit der Erweiterung des Stammhauses eröffnet. In dem Museum wurden hauptsächlich Ausstellungen der zeitgenössischen Kunst gezeigt. Der Architekt Arata Isozaki entwarf das futuristische Museum, das sich in einem Cast-Iron-Gebäude aus dem 19. Jahrhundert direkt am Broadway befand. Nach der Schließung beherbergt das Gebäude heute einen „Flagship Store“ der Luxusmarke Prada.

Geplante Museen

Derzeit ist geplant, ein Guggenheim-Museum in der Volksrepublik China (Hong Kong) und in Abu Dhabi auf der Insel Saadiyat zu eröffnen (2011, veranschlagte Kosten: 400 Mio. US-Dollar).

Filmdokumentation

  • Sigrid Faltin: Vom Kupferkönig zum Kunstkonzern. Die Guggenheim-Geschichte. 30 Min. ARD, 2006.

Weblinks

Quelle:
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